Zitat 64

Ach­te auf Dei­ne Ge­füh­le, denn sie wer­den zu Gedanken.
Ach­te auf Dei­ne Ge­dan­ken, denn sie wer­den zu Worten.
Ach­te auf Dei­ne Wor­te, denn sie wer­den zu Handlungen.
Ach­te auf Dei­ne Hand­lun­gen, denn sie wer­den zu Gewohnheiten.
Ach­te auf Dei­ne Ge­wohn­hei­ten, denn sie wer­den Dein Charakter.
Ach­te auf Dei­nen Cha­rak­ter, denn er wird Dein Schicksal.

Chi­ne­si­sches Sprichwort

Denkzettel 320

{Prinze*n, Erb­sen und an­de­re Mißgeschicke}

Es schickt sich wohl nicht, als Empfindsame/r emp­find­lich zu sein. Denn als Feinsinnige/r wer­den die Din­ge ja wohl in­ten­si­ver wahr­ge­nom­men. Da ist ein ge­rüt­telt Maß an Ro­bust­heit durch­aus zu­träg­lich. Im Neh­men wie im Geben.

(Frei­lich wird wohl die ei­ge­ne Welt­ver­nah­me und das ei­ge­ne Agie­ren in der je­mei­ni­gen Le­bens­welt über die – nicht nur re­geln­de – Ein­stel­lung der Emp­find­sam­keits­emp­find­lich­keit maß­ge­bend mo­du­liert wer­den können.)

Denkzettel 319

Pro­ble­me ver­schwin­den um so mehr, je ge­nau­er sie be­schrie­ben wer­den (kön­nen). Sa­gen, was ist, ist al­ler­dings ei­ne ho­he Kunst, die viel Übung er­for­dert und nicht ge­lehrt, in­des ge­übt, wer­den kann. Denn ein Je­des hat sei­ne, ei­gen­ar­ti­ge, Wei­se, die­ses Ist zu um­ge­hen. (Je­des hat sei­ne ein­zig­ar­ti­ge Art zu sa­gen, was nicht ist.)

(Viel­leicht mein­te Lud­wig Witt­gen­stein ge­nau das mit „the­ra­pie­ren“: Verstehen.)

Denkzettel 317

Bei der Ent­blö­ßung mei­ner Exis­tenz möch­te ich nie­man­den bei mir ha­ben. Es ist des Men­schen tiefs­te Intimität.

(Das Ide­al, ei­nen Ster­ben­den beim letz­ten Atem­zug zu er­le­ben und ihm/ihr: bei­zu­ste­hen (wer sagt aus wel­chem Grund, dies sei nötig/moralisch ge­bo­ten?), ist wo­mög­lich nichts als blan­ker Voyeurismus.)