Denken ist Dasein.
Rechnen ist Dortsein.
(Heidegger reloaded.)
Denken ist Dasein.
Rechnen ist Dortsein.
(Heidegger reloaded.)
Der Mensch ist, oder: hat, meist, ein soziales Wesen. Deshalb fordert er Achtung ein.
Nicht, weil er wichtig wäre; nein, vielmehr weil er anderen nicht gleichgültig werden will.
Sprache — Spiegel des Denkens, doch nicht das Denken selbst. Oder doch Darstellung statt Abbild?
Dann: Bühne des Denkens, doch nicht das Denken selbst.
Eine KI ereignet sich nicht. Sie kann nicht ihr eigen werden.
(Heidegger lässt grüßen.)
„Ich kann ohne Angst nicht leben.“ (Was etwas anderes bedeutet als: „Ich kann nicht ohne Angst leben.“):
Leben ist Leiden, doch Leiden ist nicht Leben.
(Nietzscheanische Umwertung, hegelianische Entknechtung ohne Herrschaftsanspruch? — Freiheit?)
Wer keine Angst hat, ist tot.
(Weswegen Faschistoide als Giftmischer und Faschist_innen als Totengräber gelten können.)
Mit einer Sprache (Lautsprachen, Mathematik, Künste, …) wird nicht von einem Abbild erzählt, sondern etwas dargestellt. Allein deshalb taucht wohl die Frage nach der Wahrheit (einer dargestellten Wirklichkeit) auf.
(Ist „Bewusstsein“, so gedacht, auch nur eine Sprache? Und was wir so reden dann die Darstellung dieses Bewusstseins, das selbst etwas darstellt? Unser Sprechen also eine Darstellung einer Darstellung?)
(Man bedenke zudem: Sprache ist ein Werkzeug des Dividuums, um sich mitzuteilen. Muss ein Individuum zu sich selbst sprechen können — kann es nicht auch ganz ohne Darstellungen sein? Oder wüsste dieses Individuum dann gar nichts von seiner Existenz? So betrachtet: Spricht eine KI? Kann sie das überhaupt? Stellt sie etwas dar — oder bildet sie lediglich menschliche Sprache ab?)
Glauben heißt, das Zufällige zur Notwendigkeit zu erheben — und damit das Urteil zu fesseln.
(Es ist ein Glauben an die Notwendigkeit, nicht ein Vermuten von Kontingenz.)
Aus der, im jähen Erleben gekeimten, Furcht eines Kindes, nicht zu sein, nicht sein zu können, wurde mit den Lebensjahren die unbekömmliche Frucht der Angst, nichts werden zu können, mithin: nichts zu sein, ein Niemand, also eigentlich gar nicht da, ohne dabei an existenzieller Brisanz zu verlieren.
Die Frage „Was bin ich wert?“ mal als Ausdruck manifester nietzscheanischer Sklavenmoral verstanden: Wer auf der dazu anderen Seite der Herrenmoral steht, hat(te) das Glück, dass ihn/sie diese Frage nie in den Sinn kam, mehr noch: gar nicht in den Sinn kommen konnte. Deshalb wird diese Frage von einigen wenigen nicht verstanden, doch muss leider von zu vielen gestellt werden.