Denkzettel 521

Wenn man weiß, wer man ist, kann ei­nem das wie Schmutz auf der See­le las­ten. Wo­mög­lich fühlt man sich wie im Ge­fäng­nis, in das man ge­kom­men ist, weil man nicht exis­tier­te, son­dern sich exis­tie­ren ließ.

Nicht zu wis­sen, wer man ist, hat et­was Leich­tes, Un­be­schwer­tes — et­was Frei­es. Et­was Of­fe­nes. Et­was Wer­den­des.

(Al­ler­dings auch et­was Ge­schei­ter­tes. Doch hängt das sehr von der Ge­sell­schaft ab, in die man im Lau­fe der Ge­burt hin­ein­ge­wor­fen wird und die man sich spä­ter­hin, zu­min­dest in Tei­len, aus­su­chen kann.)

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