Denkzettel 553

Die Angst – die ei­ge­ne oder re­prä­sen­tiert durch an­de­re – ist die Schöp­fe­rin ei­nes Ge­sichts für ei­ne un­schar­fe Be­fürch­tung, ei­ner Mas­ke für ei­ne Sor­ge, Be­sorg­nis oder ei­ner schlich­ten dif­fu­sen Un­si­cher­heit.

Ei­ner Be­fürch­tung fehlt das kon­kre­te Ob­jekt der Furcht. Und das wird dann durch die Angst als Pseu­do-Ob­jekt ge­schaf­fen und er­scheint auf der in­ne­ren Büh­ne als rea­li­sier­tes Mons­ter, als wirk­lich emp­fun­de­ner Dä­mon und in an­de­ren täu­schend ech­ten Schreck­ge­stal­ten oder Hor­ror­sze­na­ri­en.

Doch es sind nur Ge­spens­ter des ei­ge­nen Geis­tes, der ei­ge­nen Phan­ta­sie, manch­mal ge­weckt durch an­de­re.

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