Denkzettel 558

„Frei­heit“ kann of­fen­bar un­ter­schied­lich be­grif­fen wer­den: Für ei­ni­ge ist es die Über­tra­gung von Ver­ant­wor­tung auf an­de­re (sie möch­ten in ei­nem au­to­ri­tä­ren Staat le­ben, wo­mög­lich), für ei­ni­ge ist es das Wahr­neh­men von Ver­ant­wor­tung für sich selbst, nicht für an­de­re (sie möch­ten in ei­nem li­be­ra­len Staat le­ben, wo­mög­lich), für ei­ni­ge gibt es wo­mög­lich noch ganz an­de­re Ver­ständ­nis­se von „Frei­heit“. In ei­ner plu­ra­lis­ti­schen Ge­sell­schaft ist man sich über den Wert ei­nig. Aus den In­ter­pre­ta­tio­nen ent­steht ei­ne Span­nung, doch noch kein Pro­blem, sie er­scheint als de­mo­kra­ti­sche En­er­gie. Die Pro­ble­me be­gin­nen, wenn ei­ni­ge an­fan­gen, ih­re Prä­fe­renz zur Ma­xi­me für al­le ma­chen zu wol­len.

Weil sie mei­nen, ‚Ord­nung‘ ins ‚Cha­os‘ brin­gen zu müs­sen, die­se Angst­ha­sen.

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