Denkzettel 564

Man kann im­mer nur aus dem Heu­te das Ges­tern, aus dem Jetzt das Vor­hin, er­in­nern.

Ver­gan­gen­heit, Er­in­ne­rung, ist al­so ei­ne (Re-)Konstruktion aus ei­nem ak­tu­el­len Mo­ment her­aus (ei­ne Er-In­ne­rung, könn­te man wort­spie­le­risch sa­gen).
Es gibt so­mit kei­ne Ver­gan­gen­heit oh­ne Ge­gen­wart — das Ge­gen­wär­ti­ge ist im­mer Teil der Er­in­ne­rung.

Mit­hin: Die Wahr­heit von Er­in­ne­run­gen ist re­la­tiv.

(Ei­ne Bin­sen­weis­heit. Doch wie oft mei­nen wir, uns ge­nau zu er­in­nern?)

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