»Das Wahre ist das Ganze.« 1⇣Hegel, G. W. F.: Phänomenologie des Geistes, Hamburg 1988, S.15 (Vorrede). … Weiterlesen➜
Kategorie: Philosophie
Denkzettel 50
Wenn wir etwas meinen, eine Meinung haben, sagen wir nichts, wir zeigen auf etwas, deuten auf etwas hin, das wir nicht sagen können oder wollen. So betrachtet sind alle Meinungen (auch) Metaphern.
Denkzettel 49
Religion heißt (oder: will meinen): das nicht wissen Können. Oder: Das nicht-Wissen können.
Philosophie heißt (oder: will meinen oder gar, womöglich, wissen): das nicht wissen Können üben.
Eben ein/e Freund/in der Weisheit zu sein und nicht ihr/e Herr/in.
Oder sich einfach nur an ihr zu erfreuen. (An … Weiterlesen➜
Denkzettel 46
Weniger denken. Mehr schauen.
Denkzettel 33
Wir sind immer aus dem Subjekt heraus Mensch, nicht aus einem Objekt.
Und können ja auch nicht anders Mensch sein — außer wir verstehen uns als Maschinen.
Denkzettel 32
Vernunft und Verstand sollten differenziert werden: Stellt sich ersteres dem Sinn als solchen, ist letzterer wohl nur dem Zweck als solchem verpflichtet. Relationalität und Rationalität sind zu unterscheiden. Wie Denken und Rechnen.
Zitat 2
Der Philosoph sucht den Gesamtklang der Welt in sich nachtönen zu lassen und ihn aus sich herauszustellen in Begriffen.
Was ist Therapie, eigentlich?
Philosophie heilt nicht — sie klärt. Was nach einer Einschränkung klingt, ist in Wirklichkeit eine Befreiung: Wer eine Frage klärt, lässt sie verschwinden. Wittgensteins Semikolon in §255 der Philosophischen Untersuchungen trennt, was oft zusammengeworfen wird — Behandlung und Vergleich. Der Text entfaltet daraus ein Verständnis Philosophischer Praxis, das weder Therapie noch Seelsorge ist, sondern Übung in Klarheit: ein Raum, in dem ein Problem verschwunden sein darf.
Vom Wesen {p|P}hilosophischer Praxis
Philosophische Praxis ist keine Unternehmensberatung mit Philosophiestudium. Wer einen ZEIT-Artikel zum Anlass nimmt, das eigene Berufsverständnis zu klären, kommt nicht umhin, Grenzen zu ziehen — zwischen kommerziellem Einsatz philosophischen Wissens und dem Gespräch von Angesicht zu Angesicht, das sich dem Einzelnen widmet, nicht seiner Rolle. Kernthese: PP ist eine Alternative zur Therapie, keine alternative Therapie. Und wer sie ausübt, ist immer auch Profiteur.
