Denkzettel 561

Die en­er­ge­ti­sche Ver­sor­gung au­to­ri­ta­ris­ti­scher Sys­te­me er­folgt durch die An­nah­me, dass Jede/r Despot/in oder Tyrann/in sein will. Letz­lich geht es um Krieg al­ler ge­gen al­le, dar­um, Macht zu krie­gen, zu be­kom­men, zu er­obern, nicht um den Kampf für ei­ne mensch­li­che Welt mit we­ni­ger Grau­sam­keit  … Weiterlesen➜

Narziss und Echo: Zur Dialektik von Autorität und Ironie

Zwischen Selbstverliebtheit und Selbstauslöschung liegen die Extreme des Ich. Der Mythos von Narziss und Echo artikuliert diese Asymmetrie: monologische Selbstbespiegelung gegen reaktive Wiederholung. Dieser Essay überträgt die mythologische Konstellation auf politische Philosophie – Adornos autoritären Charakter und Rortys liberale Ironikerin. Während der Autoritäre seine Schwäche durch Identifikation mit Macht kompensiert, kultiviert die Ironikerin Kontingenz ohne Handlungsunfähigkeit. Eine Untersuchung demokratischer Subjektivität jenseits der pathologischen Pole.

Denkzettel 555

Der Ba­sis­plot der kom­ple­men­tä­ren Dua­li­tät des au­to­ri­tä­ren Cha­rak­ters: Die Din­ge ge­sche­hen aus Not­wen­dig­keit (Natur‚gesetze‘).

Und wenn kei­ne Not­wen­dig­keit aus­fin­dig ge­macht wer­den kann, die zum ei­ge­nen Wol­len passt und in­stru­men­ta­li­siert wer­den kann, wird ei­ne Not­wen­dig­keit … Weiterlesen➜

Denkzettel 340

Am­bi­gui­tät ist ja für Autoritarist*n, und al­le, die es wer­den wol­len, ein durch­aus pro­fi­ta­bler Zu­stand: „Ich schaf­fe Klar­heit!“ ist das Me­ne­te­kel, mit dem die­se ih­re Ein­deu­tig­keit für an­de­re zum Fun­da­ment für de­ren Welt­an­schau­ung ma­chen möch­ten, die­se da­zu zu ver­su­chen su­chen.

Denkzettel 201

Der Au­to­ri­ta­ris­mus bie­tet je­nen, die sich ihm un­ter­tun – oder un­ter­ge­tan wer­den –, das frei sein vom „frei sein zu“. Ger­ne ver­kauft er sich so als ei­ne Form von Li­be­ra­lis­mus; ge­riert sich in sei­nen An­fän­gen, um zu ver­fan­gen, als Frei­heits­ga­rant.

Eben: Als ‚-is­mus‘ wird das Li­be­ra­le be­wor­ben  … Weiterlesen➜