Denkzettel 303

Das Den­ken in ei­ne for­ma­li­sier­te Ra­tio­na­li­tät zu gie­ßen kann ja wohl nicht die ein­zi­ge Form ra­tio­na­len, was al­so um­gangs­sprach­lich mit „ver­nünf­tig“ co­diert ist, Den­kens sein. Ne­ben sol­chem Rech­nen müss­te es doch noch ei­ne in­for­mel­le, un­for­ma­li­sier­te, wenn man möch­te: ‚wil­de‘, oder … Weiterlesen➜

Denkzettel 285

Wenn der Ver­stand die Ver­nunft ver­sprach­licht heißt das eben nicht, dass die Lo­gik in der Spra­che lä­ge. Das rech­te Han­deln liegt auch nicht in der ra­tio­na­len Ethik, son­dern in der äs­the­ti­schen Mo­ral. Ethik ist ei­ne Spra­che der Mo­ral — nicht in­des ih­re Lo­gik. Die liegt tie­fer, in der Mo­ral — viel­leicht … Weiterlesen➜

Denkzettel 280

So wie man dem Gro­ßen ge­gen­über meist ohn­mäch­tig ge­gen­über­steht, so wirk­mäch­tig kön­nen wir im Klei­nen sein. Wird das Klei­ne als Teil­men­ge des Gro­ßen ge­dacht, zeigt sich das Un­ver­mö­gen der Men­gen­leh­re, im tat­täg­li­chen(!) Le­ben nütz­lich zu sein. Viel­leicht auch das Un­ver­mö­gen al­ler sys­te­ma­ti­sie­ren­den, … Weiterlesen➜

Weltbild, egozentrisches

Wissen und Weisheit trennt mehr als ein Buchstabe. Moral ist keine Ethik — sie lässt sich üben, nicht lehren, und folgt keinem Gesetz, sondern einem Gespür. Wer das Gute auf Regeln gründen will, träumt vom determinierten Menschen. Der Schluss ist knapp: Ethik ist Sache des Verstandes, Moral eine Angelegenheit der Vernunft.