Eine KI ereignet sich nicht. Sie kann nicht ihr eigen werden.
(Heidegger lässt grüßen.)
Eine KI ereignet sich nicht. Sie kann nicht ihr eigen werden.
(Heidegger lässt grüßen.)
Mit einer Sprache (Lautsprachen, Mathematik, Künste, …) wird nicht von einem Abbild erzählt, sondern etwas dargestellt. Allein deshalb taucht wohl die Frage nach der Wahrheit (einer dargestellten Wirklichkeit) auf.
(Ist „Bewusstsein“, so gedacht, auch nur eine Sprache? Und was wir so reden dann die Darstellung dieses Bewusstseins, das selbst etwas darstellt? Unser Sprechen also eine Darstellung einer Darstellung?)
(Man bedenke zudem: Sprache ist ein Werkzeug des Dividuums, um sich mitzuteilen. Muss ein Individuum zu sich selbst sprechen können — kann es nicht auch ganz ohne Darstellungen sein? Oder wüsste dieses Individuum dann gar nichts von seiner Existenz? So betrachtet: Spricht eine KI? Kann sie das überhaupt? Stellt sie etwas dar — oder bildet sie lediglich menschliche Sprache ab?)
Eine KI mag ein Bild der Welt, ein Modell der Wirklichkeit, erzeugen können, wie es der Mensch wohl auch tut. Doch ist es vorstellbar, dass sich eine KI darin erlebt wie es einem Menschen geschieht?
Mit einer sog. KI können wir den menschlichen Verstand eben nur genau so, wie wir ihn verstehen, nachbilden.
Nicht hingegen können wir die Möglichkeiten menschlicher Vernunft oder gar zwischenmenschlichen Gemüts im Gerät simulieren.
(Wo gemeint wird, dies zu können, ist eben nur Verstand im Spiel.)
ChatGPT ist offenbar brunzdumm, kommt indes sehr intelligent daher. Wie jede Maschine, die Menschen erschaffen haben. Abgerichtete wie eingerichtete.
Denn, eigenen Erprobungen nach, ist das Sprachmodell, das ChatGPT ermöglicht, zu erstaunlichen und sinnvollen Satzbildungen fähig. Nur einen Satz las ich nie: „Ich weiß es nicht.“
Es wird bestimmt dereinst eine wissenschaftliche Untersuchung geben, die die Aussagen von Horoskopen und ChatGPT vergleicht.
(Allerdings heißt dies nun nicht, KI sei unnütz. Den guten Knecht hinter’m Bildschirm macht indes eben der Herr vor dem Selbigen: Die Nutzer*innen von KI sind der Wetzstein für die Tauglichkeit dieser Technologie …)
Wir können zu einer sog. KI nicht sagen: Du bist weiß! Du bist alt! Du bist männlich! Du bist weiblich! Du bist homosexuell! Du bist heterosexuell! Du bist links! Du bist rechts! Du bist liberal! All dies und noch viel mehr können wir einer sog. KI nicht zuschreiben, denn eine solche ist Menschenwerk, doch nicht menschlich. Schreiben wir ihr vielleicht genau deswegen eine Kompetenz zu, die unsere eigene übersteigt?
(Und versuchen freilich genau das sogleich wieder einzufangen, z. B. durch einen Ethikrat. Aus Furcht, die sog. KI könne uns über den Kopf wachsen?)
Mit der KI – und nicht nur damit – versuchen wir menschliche Maschinensklaven zu züchten — auf dass endlich alle Menschen Herren werden (könn(t)en).
Doch: Weshalb so menschlich? Lasst uns doch einfach nur Maschinen bauen, die für uns bloß nützliche Mittel sind. Um am besten solche, die wir nicht auch noch bedienen müssen, um für unsere Zwecke dienlich zu sein.
Wir wollen doch letztlich frei sein, Zeit für uns, unsere Liebsten und unsere Leidenschaften haben — und also keine bediensteten Gebieter über herrschaftliche Sklaven sein.
Außer freilich, dies ist eine Leidenschaft…
(Transhumanismus, KI, Gott)
Was ist ein Geist, also etwas Unkörperliches, ohne einen Körper, der ‚leiden‘ kann? Sinn(en)los.
Was könnte eine unkörperliche Geistigkeit also über sich überhaupt wissen können?
Nichts. Sie wäre für sich inexistent.
(Erwartungen an die Künstliche Intelligenz)
KI mit Flügeln? Engel! … ???