Zwischen Selbstverliebtheit und Selbstauslöschung liegen die Extreme des Ich. Der Mythos von Narziss und Echo artikuliert diese Asymmetrie: monologische Selbstbespiegelung gegen reaktive Wiederholung. Dieser Essay überträgt die mythologische Konstellation auf politische Philosophie – Adornos autoritären Charakter und Rortys liberale Ironikerin. Während der Autoritäre seine Schwäche durch Identifikation mit Macht kompensiert, kultiviert die Ironikerin Kontingenz ohne Handlungsunfähigkeit. Eine Untersuchung demokratischer Subjektivität jenseits der pathologischen Pole.
Schlagwort: Liberalität
Denkzettel 218
Es könnte zuweilen schon gemeint werden wollen, das Paradigma modernen Liberalismus’ sei ein Gusto, schalten und walten zu können – auch über andere oder anders Freie – und die Reparatur der Folgen der unvermeidlichen Fehler – man ist ja Mensch! – dieser schaltenden Gewalt resp. dieses waltenden … Weiterlesen➜
