Denkzettel 317

Bei der Ent­blö­ßung mei­ner Exis­tenz möch­te ich nie­man­den bei mir ha­ben. Es ist des Men­schen tiefs­te In­ti­mi­tät.

(Das Ide­al, ei­nen Ster­ben­den beim letz­ten Atem­zug zu er­le­ben und ihm/ihr: bei­zu­ste­hen (wer sagt aus wel­chem Grund, dies sei nötig/moralisch ge­bo­ten?), ist wo­mög­lich nichts als blan­ker … Weiterlesen➜

Lebe lang und erfolgreich!

Wer hundert Jahre alt wird, hat offenbar etwas richtig gemacht. Diese stille Voraussetzung — langes Leben als Leistung — steht im Zentrum dieses Textes. Die Pandemie macht sichtbar, was sonst im Hintergrund bleibt: dass wir den Tod verdrängen, statt mit ihm umzugehen. Denn niemand übersteigt diesen Berg. Was bleibt, ist die Übung — den Blick auf das eigene Sterben so zu wagen, dass er das Leben nicht vergällt, sondern trägt.