Geistig und körperlich ist der Mensch während des größten Teils seines Lebens Bewohner eines rein menschlichen und in gewisser Weise ‚hausgemachten‘ Universums, das von ihm selbst in den riesigen, nichtmenschlichen Kosmos um ihn herum gegraben wurde und ohne das weder dieses Universum noch er selbst existieren könnten. Innerhalb dieser privaten Katakombe errichten wir für uns selbst eine eigene kleine Welt.
Schlagwort: Universum
Denkzettel 243
In diesem Universum, wie wir es gemeinhin bis heute, klassisch, verstehen, ist nichts wichtig. Außer das Gewicht.
(Gravität und E=mc²: Ohne Masse keine Energie.)
Denkzettel 198
Selbst wenn sich ein Universum ohne Menschen vorgestellt werden kann, ist da mindestens ein Mensch, der sich ein Universum ohne Menschen vorstellen kann. Was geschieht mit diesem Universum, diesem: Ganzen, wenn auch dieser Mensch daraus verschwindet? Was kann – muss! – dann noch über dieses Ganze gesagt werden? Existiert (Verb!) es dann überhaupt — wenn das letzte empfindungsfähige Wesen aus ihm entwichen ist? Oder bleibt dann nichts als ein amorphes, ananthroposales ‚Energetisches‘, eine Potentialität, reine Form ohne jegliche Gestalt, die ja durchaus „Sein“ (Nomen!) genannt werden könnte? (Und eben nicht „Nichts“. Indes nun: Leer — ohne Gestalt, also ohne Bedeutung.)
(Es könnte durchaus auch gefragt werden: Wozu physikalische Massegesetze, wenn keine Masse da ist? Das ist, eben: absurd.)
Denkzettel 122
Eine winzig kleine Differenz reichte offenbar aus, um ein ganzes Universum samt Leben entstehen zu lassen, dessen wir auch gewahr sein können.
(„panta rhei“.)
(Wo ist sie eigentlich hin, diese Differenz? „What happen to the (w)hole, when the cheese is gone?“)