Philosophische Praxis

ist Denkbegleitung

Was sich nicht in Kommunikation verwirklicht,
ist noch nicht,
was nicht zuletzt in ihr gründet,
ist ohne genügenden Grund.
Die Wahrheit beginnt zu zweien.

Karl Jaspers

Als Ihr Denkbegleiter bereichere ich Ihre Gedanken nicht nur mit meinem Verständnis des Denkens von Ludwig Wittgenstein, meiner Auffassung der Philosophie des Soto-Zen und meiner existenzphilosophischen Haltung.

Es geht mir auch – um nicht zu sagen: vor allen Dingen – um das Unsagbare, beim frühen Wittgenstein „das Mystische“ (und eben nicht: die Mystik) genannt. Dieses Unsagbare ist nicht Nichts und unser Verhältnis dazu ist, dass wir (auf) es zeigen können, ohne etwas darüber sagen zu können.

Aus diesem sich Vorwagen auf ein Entgegenkommen des Unbestimmbaren zu ergeben sich Haltungen und Einstellungen, mittels denen ich Ihre Weltanschauung erweitern, augmentieren, kann.

Damit Ihnen Ihre Perspektive klarer wird.

Diese Philosophische Praxis bietet Ihnen also die Gelegenheit zum Austausch über Sinn- und Lebensfragen und dies unabhängig vom Kontext, in dem diese Fragen auftauchen.

Sie wendet sich all jenen zu, die sich über solche Fragen verständigen wollen, um den Horizont zu erweitern.

Man könnte Gedanken Preise anheften.
Manche kosten viel, manche wenig.
Und womit bezahlt man für Gedanken?
Ich glaube: mit Mut.
Ludwig Wittgenstein

Es ist keine Therapie, kein Coaching und keine Seelsorge

Das Leiden versteht diese Philosophische Praxis nicht so wie es in einem therapeutischen Umfeld verstanden werden mag, die Ziele des Kunden stehen nicht so im Licht der Beratung wie sie es für das Coaching tun und die Nöte und Sorgen haben einen anderen Stellenwert als in der Seelsorge.

Was nicht bedeutet, das sich Heilung, Erfolg, Trost nicht einstellen könnten. Das kann sich aus Philosophischer Praxis ergeben, doch es steht keine Methode dahinter, die irgendetwas verspricht. Es ist allein Sache der Besucher*innen, ihre Ergebnisse auch zu wagen. Diese Philosophische Praxis ermutigt dazu.

Wer Antworten sucht oder auch braucht, ist bei Psycholog*innen, Coaches, Seelsorger*innen und anderen Spezialisten gut aufgehoben und erhält fachkundigen Rat. Wer an und mit seinen Fragen arbeiten will, hat mit Philosophen geeignete Gesprächspartner*innen. Sie sind Spezialisten für’s Allgemeine (Odo Marquart) und die Arbeit an der Philosophie ist Arbeit an einem selbst (Ludwig Wittgenstein).

Doch nicht jede Arbeit an einem selbst ist sogleich Philosophie.

Es ist eine Beratung ohne Funktionszusammenhang

Es handelt sich also um Beratung ohne Rat, der gegeben wird: Ein Angebot zur (Selbst(er))Klärung, dessen Nutzen und Wirkung die Orientierung ist.

Sie ist eine Einladung zum Reflektieren der „Lebenskunst“ (dies ist ein gängiges Wort für einen Begriff bewusster Lebensführung) in philosophischer Praxis – und nicht in ökonomischer, theologischer, psychologischer, … Art & Weise.

Es meint zuerst ein Tun

„Praxis“ meint also nicht vornehmlich einen Ort, es meint ein Tun. Philosophische Praxis kann sich im Grunde an jedem Ort vollziehen, ob in einem Café, bei einem Spaziergang, einer Praxis als Raum oder eben –wie einst wohl im antiken Griechenland– auf der Agorá, dem Marktplatz.

Alles, worum es geht: Das gute Gespräch

Es ist der Mensch in seiner Gesamtheit und die Situation in der er steht, was interessiert. Auch wenn sich dieser Mensch gerade gar nicht zurechtfindet oder sich gar verloren hat oder fürchtet, sich zu verlieren im Taumel des Alltagslebens. Oder einfach nur Fragen hat. Mit diesem Menschen möchte diese Philosophische Praxis ins Gespräch kommen, Zeit investieren. Und ein Gespräch anbieten, das der/dem Be_Suchenden Orientierung verschaffen kann. Ein Gespräch, das Klarheit für den Kopf und Heiterkeit für den Bauch bringen kann. Ein Gespräch, das Perspektiven öffnet. Ein Gespräch, das erhellt. Ein gutes Gespräch, eben.
Ob mein Denken für Ihr Denken ergiebig sein kann (Ihnen also etwas geben kann), das können nur Sie beurteilen. Diese Seiten hier mögen Ihnen für Ihre Urteilsfindung informativ und so also hilfreich sein.

Der schnellste Weg,
über ein Sache klar zu werden,
ist das Gespräch.
Friedrich Dürrenmatt