Glück & Wahrheit

Ungleiche Geschwister?

Zwei Dinge sind es wohl, die Menschen anstreben: Zum einen das Glück und wer möchte schon gerne belogen werden?

Dieser Philosophische Zirkus widmet sich dem Gedanken, wie Glück und Wahrheit ineinander verschränkt sind. Ist Glück ohne Wahrheit möglich? Erzeugt Wahrheit Glück? Oder genau umgekehrt: Ist Unwahrheit ein Quell der Glückseligkeit?

Doch was ist das denn eigentlich, „Wahrheit“? In Zeiten von „Fake News“, „Alternativen Fakten“, Dieselskandalen und dergleichen mehr stellt sich unweigerlich die Frage, wie’s Mensch im Allgemeinen mit der Wahrheit hält. Oder ist eine wahre Lüge auch schon eine Wahrheit und von daher ist es also irrelevant, ob Informationen wahr sind oder nicht?

Überhaupt: Gibt es nur eine Wahrheit oder ist von Wahrheiten zu reden?

Kann denn Mensch glücklich werden, wenn er stets mit wahren Lügen „gefüttert“ wird? Oder gehören z.B. Verschwörungstheorien gar zu einem guten Leben einfach dazu – Wahrheit ist ja viel zu unbequem und eigentlich möchte man sie gar nicht wissen, zumal es unter Umständen auch noch mit Arbeit verbunden ist, sie zu entdecken. Oder zu Veränderungen zwingt, weil auf der Suche nach der Wahrheit zu einer Einsicht gelangt wurde, durch die sich eine Lebensweise nicht mehr als sinnvoll betrachten und erachten lässt?

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Die textliche Repräsentation des Abends:

Glück & Wahrheit ist die Kombination, auf die der zwölfte Philosophische Zirkus den Blick richtete. Hängen beide zusammen? Haben sie überhaupt nichts miteinander zu tun? Oder sind sie gar voneinander abhängig? Die letzte Frage mag abwegig klingen, doch in einem Zirkus, zumal einem Philosophischen, gilt's auch mal was zu wagen. Anders als sonst üblich gestaltete sich dieser Abend, Abwechslung soll ja durchaus der Gesundheit förderlich sein. Also zog sich der Gastgeber ein wenig zurück und überließ das Rund dem Gast. Dann hieß es also: Manege frei für Anne Kirstine Rønhede, Stipendiatin der Graduiertenschule "Herausforderung Leben" des Instituts für Philosophie am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau! Der interessante kurze Vortrag wendete sich zunächst dem Glück zu und es wurde darauf hingewiesen, das mindestens zwei Formen des Glücks unterschieden werden können: Zum einen das Glück von kurzer Dauer, auf das mit der Frage, was es eigentlich heißt, glücklich zu sein, verwiesen werden kann. Was ist das also für ein Gefühl, dieses Glücklichsein? In welchem Zustand befindet sich ein Mensch, der Glück erlebt? Das wiederum kann nun als eine quantitative Frage aufgefasst werden, der sich z.B. die Hirnforschung widmet. ... Weiterlesen

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