Kunst & Intelligenz

Ist Kunst berechenbar?

Wovon reden wir eigentlich, wenn wir von „Kunst“ reden? Und wovon, wenn wir von „Intelligenz“ sprechen? Im Falle der Kunst können wir zwei Dinge meinen: Zum einem eine kunstvoll, also in einer Perfektion ausgeführte Technik. Oder wir bezeichnen etwas als Kunst, das mit Technik überhaupt wenig zu tun hat, sich aber durch Schönheit, oder, allgemeiner, durch Ästhetik auszeichnet (freilich ist dabei zu beachten, das es ohne „Technik“, also einen „Fertigungsweg“, wohl auch keine „Mona Lisa“ geben würde).

Auf der anderen Seite sprechen wir in diesen modernen Zeiten Dingen „Intelligenz“ zu, von denen es nur schwer vorstellbar ist, das diese Dinge selbst mit ausgefeiltester Technik Schönes in die Welt zu bringen vermögen: Was soll ein „smarter Lichtschalter“ denn anders tun können, als das Licht ein- oder auszuschalten?

Beide Worte, „Kunst“ wie „Intelligenz“, werden in alltäglichen Redeweisen verwendet und es erhebt sich die Frage, was da denn eigentlich für Ideen dahinterstehen? Was hat also die Schönheit eines Bildes mit der Technik zu tun, in der es ausgeführt wurde? Und wenn eine Technik nun etwas ist, das gelernt werden und durch Übung verfeinert werden kann, müsste dann Schönheit nicht genauso produziert werden können wie Toaster?

Und was macht so einen Toaster denn „intelligent, „smart“? Ist das eigentlich das richtige Wort, für das, was wir meinen, wenn wir von einem Toaster sprechen, der mittels einer speziellen Technik den sog. perfekten Toast produziert? Können Toaster schön und intelligent sein?

Diese Frage ist unsinnig? Nun…

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Die textliche Repräsentation des Abends:

Der dreizehnte Philosophische Zirkus setzte sich Kunst & Intelligenz zum Thema. Als Gast war Sonja Feger vom Institut für Philosophie der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau – dort tätig als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Redaktion der »Zeitschrift für Kulturphilosophie« – zugegen. Um es vorweg zu nehmen: Intelligenz ist völlig überbewertet. Kunst ist das Thema des Menschen als solchem. So zumindest könnte gefolgert werden, würde die Themenverteilung an diesem Abend zu Grunde gelegt werden: 90% Kunst, 2% Intelligenz, 8% der Rest, über den nur geschwiegen werden kann. Dieses Zahlenwerk entbehrt freilich jeglicher wissenschaftlichen Empirie, ist gefühlte Wahrheit, also Fake-News oder künstliche Wirklichkeit und soll schlicht verdeutlichen, wie sich der Abend inhaltlich gewichtete. In der regen Diskussion wurde zunächst erörtert, ... Weiterlesen

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