Denkzettel 416

Es wird wohl wohl ge­tan sein, zwi­schen ei­ner „acht­sa­men Gleich­gül­tig­keit“ und ei­ner „igno­ran­ten Gleich­gül­tig­keit“ zu un­ter­schei­den. Die acht­sa­me In­dif­fe­renz spricht Al­lem den glei­chen un­mess­ba­ren Wert zu; nichts ist dar­über, nichts dar­un­ter. Die igno­ran­te In­do­lenz spricht Al­lem jeg­li­chen Wert ab; das ist Ni­hi­lis­mus oder Nichtstum.
Die­se letz­te­re Ein­stel­lung Ver­tre­ten­de spre­chen sich selbst wo­mög­lich ger­ne den Wert „Be­schei­den­heit“ zu, um der ei­ge­nen Wert­lo­sig­keit, die nun mal aus die­ser Ein­stel­lung folgt, noch ei­nen Glanz zu ver­lei­hen. Doch wo­zu wohl?
Ei­ne Ur­teils­ent­hal­tung kann so eben auch dar­in grün­den, schlicht auf ei­ne Quan­ti­fi­zie­rung des Wer­tes zu ver­zich­ten und „Wert“ als al­len Din­gen des mensch­li­chen Be­wusst­seins gleich zu­kom­men­de Qua­li­tät zu er­ken­nen (Theo­re­ti­sche Phi­lo­so­phie). Dies zu­dem an­zu­er­ken­nen ist Prak­ti­sche Philosophie.

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