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Aus der, im jähen Erleben gekeimten, Furcht eines Kindes, nicht zu sein, nicht sein zu können, wurde mit den Lebensjahren die unbekömmliche Frucht der Angst, nichts werden zu können, mithin: nichts zu sein, ein Niemand, also eigentlich gar nicht da, ohne dabei an existenzieller Brisanz zu verlieren.
(Denkzettel 528)
Neueste Reflexionen
Denkzettel 544
Die Frage ist zu stellen, ob durch ein Narrativ dessen „wahrer Kern“ überhaupt erst entsteht; sich eine Potentialität, die in eine Geschichte hineingelegt wird, sich durch die Erzählung verwirklicht — und eben nicht darum herum eine Geschichte, ein Märchen, eine Novelle, eine Moral, eine … Weiterlesen➜
Denkzettel 543
Die letzte Aufklärung vernunftete den Mythos. Eine zweite wird vielleicht die Hybris, geboren aus der ersten, nehmen.
Doch was wird sie zur Welt bringen?
(Deutsches Rechtswörterbuch)
numft, nunft f.: […]‚Wegnahme, Raub; ablatio, assumptio, exuvia‘ ([…] ‚das
Denkzettel 542
Populisten und ‑innen und alle dazwischen und außerhalb, sind Bauernde: Sie bewirtschaften das Feld der Dümmlichkeit. Sie machen, was eine Naturbrache, unkultiviertes Gebiet, sein und zur (Re-)Generation der Vielfalt dienen sollte, fruchtbar. Sie pflügen mit Angst, eggen mit Gleichgültigkeit, … Weiterlesen➜
Vergeltung
Der gescheiterte Versuch, die Lage zu erklären, der ein Bekenntnis hervorbringt.
Quell der Rationalität
Versuch einer kurzen Mediation zwischen Rationalität und Irrationalität.
Nein, ich lebe nicht falsch — deswegen indes nicht notwendigerweise richtig.
Eine Kommentierung zur philosophischen Provokation „Du lebst falsch!“ von Wilhelm Reichart.
Kunst und Kultur der Doxa
Christian Bermes: Meinungskrise und Meinungsbildung. Ein Lektüreeindruck.
Sollen sie doch Heuschrecken essen!
Gedankenfragmente zum Beitrag »Wir werden eben Nüsse suchen oder sowas« von Charlotte Szász in der FAZ v. 2·XI·22, einem kurzen Bericht zur vom „Zentrum für postkantische Philosophie“ der Universität Potsdam veranstalteten Tagung „Politik der Natur“ in Berlin.
Zitat 132
Aber man darf vermuten, dass die Eindeutigkeit des Erkennens überhaupt nur dort vorhält, wo die Gefühlslage im großen stabil ist.
Zitat 131
Man sollte verweilen bei diesem einzigartigen Augenblick, in welchem sich die Dinge die Waage halten, das Empfinden die Moral zurückweist, das Glück aus Hoffnungslosigkeit entspringt und der Geist sich auf den Leib beruft.
Zitat 130
Will der Starke geliebt sein, so mag er seine Überlegenheit durch Grazie mildern. Will der Schwache geachtet sein, so mag er seiner Ohnmacht durch Würde aufhelfen.





