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Volker Homann

Philosophische Praxis Landau i. d. Pfalz
Beratungen in philosophischer Art & Weise für reflektierte Lebenskunst
Freundschaft. Leben. Weisheit.

Volker Homann

Philosophische Praxis Landau i. d. Pfalz
Beratungen in philosophischer Art & Weise für reflektierte Lebenskunst
Freundschaft. Leben. Weisheit.

Espritlibre

Esprit
libre

Denkanregung

Baltasar Gracián
Handorakel und Kunst der Weltklugheit
(Erstausgabe Spanien 1647; Übersetzt von Arthur Schopenhauer, 1862)
- 43 -
Denken wie die Wenigsten und reden wie die Meisten
Gegen den Strom schwimmen zu wollen, vermag keineswegs den Irrthum zu zerstören, sehr wohl aber, in Gefahr zu bringen. Nur ein Sokrates konnte es unternehmen. Von Andrer Meinung abweichen, wird für Beleidigung gehalten; denn es ist ein Verdammen des fremden Urtheils. Bald mehren sich die darob Verdrießlichen, theils wegen des getadelten Gegenstandes, theils wegen dessen, der ihn gelobt hatte. Die Wahrheit ist für Wenige, der Trug so allgemein wie gemein. Den Weisen wird man nicht an dem erkennen, was er auf dem Marktplatz redet: denn dort spricht er nicht mit seiner Stimme, sondern mit der der allgemeinen Thorheit, so sehr auch sein Inneres sie verleugnen mag. Der Kluge vermeidet eben so sehr, daß man ihm, als daß er Andern widerspreche: so bereit er zum Tadel ist, so zurückhaltend in der Aeußerung desselben. Das Denken ist frei, ihm kann und darf keine Gewalt geschehn. Daher zieht der Kluge sich zurück in das Heiligthum seines Schweigens: und läßt er ja sich bisweilen aus; so ist es im engen Kreise Weniger und Verständiger.
Quelle: https://www.handorakel.de/43

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Das Angebot

Unverblümt.

Hier lassen sich keine Antworten oder Rezepte einkaufen.
Es geht darum, die zu einem Problem passenden Fragen zu stellen, um das Problem aufzulösen.
Diese Philosophische Praxis begleitet dialogisch beratend die Entdeckung dieser Fragen.
Bücher, will sagen: Ratgeber, stellen keine Fragen. Sie prüfen konfektionierte Umstände ab.

Der
Denker

Originell.

Niemandes Herrn, niemandes Knecht. Die Kunst beginnt dort, wo das Können endet.
Wie also darf gedacht werden?

Der
Zirkus

Überwiegend heiter.

An der Universität gibt's Philosophie, bei der Arbeit gibt's Philosophie.
Wo gibt's Philosophie für den menschlichen Alltag?

Der
Biograph

Tiefgehend.

Ein Leben ist.
Ungeschriebener Text.
Welche Worte erfassen ein gelebtes Leben?

Die
Lebenskunst

Sinnhaft.

Die Kunst besteht darin, gut leben zu können.
Lebenskunst ist Daseinsgestaltung.
Welche Form ist die passende?

Die
L cke

Kreativ.

Glücke, Lücke!


Mut zur Lücke?

Die
Freiheit

Geradlinig.

... darf niemandem gehören.

Damit sie sich

alle

nehmen können?

Der
Mensch

Authentisch.

Die Eigenartigkeit hört dort auf.
Wo beginnt die Eigentlichkeit des Anderen?

Die
Praxis

Offen.

Für beratende Gespräche ohne Funktionszusammenhang.
Macht das Leben Sinn?

Das
Wetter

So wie's ist.

Ist damit alles gesagt?

Der Anzeiger

Abwechslungsreich.

Reicht das nicht?

Philosophischer Zirkus: Die Welt im Kopf

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Gute alte Post:

Im Löhl 4, 76829 Landau

Das Profil

Unkonventionell. Nonkonform. Freigeistig.

Klartext.

Der Differenz willen.

Denken.

Als ein Lebenskunstkundiger bin ich anzusehen, weil ich zur Lebenskunst denke, und zwar im Kontext der Philosophie und nicht in ökonomischen, religiösen, psychologischen, technischen,… Rahmen. Diese Kulturphänomene sind freilich stets Referenzpunkte, „Kondensationskeime“, da die Philosophie für sich allein nur wenig bis gar nichts zum Leben beitragen kann. Sie kann jedoch stets die lebenspraktischen Gebilde, die Spuren des Menschseins, begleiten und dabei sinnstiftend wirken.

Das Denken auf die Lebenskunst zu fokussieren haben viele andere vor mir auch getan, und so ist zu sagen, in schätzungsweise 90% der Fälle, dass ich über Lebenskunst nachdenke. Die Kant’sche Frage, der ich mich bei diesem sinnieren stelle, ist die vielleicht schwierigste seiner vier Fragen, weil die umfassendste: „Was ist der Mensch?“ Die, nebenbei bemerkt, vielleicht eher lauten sollte: „Wie ist der Mensch?“

Das, was den Menschen aus meiner Denk-Perspektive heraus von anderen Lebewesen, soweit sie uns bekannt sind, unterscheidet, ist die Fähigkeit zur Existenzvernahme: Das Wissen um und die Gewissheit des und seines da-seins. Und um die damit verbundene Notwendigkeit und auch: Einsicht, diesem Dasein Gestalt geben zu müssen — wir Menschen leben nicht „von allein“. Insofern ist der Mensch in seinem Lebensvollzug und also Seinsvollzug als Künstler anzusehen: Er schafft sich die Welt, in und mit der er lebt, ist in gewisser Hinsicht ein „Créateur de mondes“ und nicht nur Kreatur in einer Umwelt.

Ich habe dahingehend Relevantes anzubieten, nicht weil ich einfach nur bin, sondern weil ich ein Leben so wie ich es gestalten kann, lebe und damit erlebe. Der Fokus des Angebots liegt nicht in Gelehrtheit, es ist meine Präsenz und meine Zeit, die ich anbiete, um diese mit Ihnen zu teilen. Ich bin das, was ich kann — so gut wie kein anderer. Gut, das gilt für jeden Menschen – ich habe viel darüber nachgedacht und die Resultate in ‚Text‘ verfasst, den ich nicht auf Papier, sondern in mich eingeschrieben habe. Auf diese Weise habe ich stets meine Bibliothek dabei, aus der ich in Gesprächen schöpfen kann, deren Inhalte im Dialog geteilt werden können, egal, wo ich bin. Deshalb ist die Praxis auch kein Zimmer, sondern ein Raum, eine Sphäre – die sich in einem Zimmer ereignen kann wie in freier Natur –, die im Moment der Begegnung entsteht und sich danach verflüchtigt. Begegnungen, auch wiederholte, sind so immer stets einzigartige, erstmalige Momente.

Dialog.

Diese Konstruktion hat zwei Perspektiven – die meinige und die Ihrige. Lesen Sie diesen Satz als den von mir geschriebenen, werden Sie sich vermutlich wundern. Lesen Sie ihn als den von Ihnen gelesenen, selbst ausgesprochenen, wird der Sinn klar.

Und diese Klarheit gilt es in jedweder Situation zu finden. Miteinander zu Philosophieren ist eine gute Methode – die kein Ziel braucht, um ihren Zweck zu erfüllen. Beratung in Philosophischer Praxis ist ohne Funktionszusammenhang, es geht um einen Prozess, nicht um ein Produkt. Sie ist ‚utopisch‘ (grch. οὐ τόπος (ou topos) „kein Ort“; ‚Ort‘ hier im Sinne von ‚Thema‘) oder, ein womöglich stimmigerer Ausdruck: universell. Welchen Nutzen hat ‚universelle Beratung‘, die in keinem Funktionszusammenhang steht?

Man kann auch fragen: Welchen Nutzen hat Bildung im Vergleich zu einer Ausbildung?

Philosophische Praxis ist ein Angebot begleiteter Eigenbildung. Um sich ein klareres Bild von sich und seiner Welt – die zur Umwelt anderer gehört – machen zu können. Es ist ein Akt der Selbstgebung, in manchen Fällen vielleicht gar einer der Selbstvergebung durch Aufklärung. Was auch alleine möglich ist, ganz ohne Zweifel. Doch: Das Denken beginnt von alleine, die Wahrheit zu zweit (Letzteres haben diverse Philosophen der Vergangenheit festgestellt, ersteres ist eine von diesen Selbstverständlichkeiten, die hinterfragt werden sollten, sollen sie nicht als Banalität verenden).

Beratung in dieser Philosophischen Praxis ist also kein Mittel für bestimmte, letztlich Dritten dienlichen Zwecken, sondern Selbstzweck. Um den Menschen als Menschen geht es, ohne dabei den Menschen als leidendes, trostsuchendes, unterstützungssuchendes, … und ja, auch: fröhliches, mutiges, sich selbst helfendes, … Individuum zu vergessen.

Handeln.

Verstehen Sie mich als Bergführer, der den Weg kennt, verstehen wir uns nicht. Wir verstehen uns, wenn Sie mich als Begleiter am Berg auffassen können, mit dem Sie sich beraten, um den Weg zu gehen, den nur eine_r gehen kann: Sie.

Als Besucher_in und Gast dieser Praxis sind Sie Kunde eines Lebenskunstkundigen. Denn wer zu einem Kundigen geht, macht sich zum Kunden. Wir haben also etwas gemeinsam, wenn auch aus verschiedenen Perspektiven. Meine Kundigkeit möchte ich mit Kunden teilen, damit diese ihre Kundigkeit zu erhöhen vermögen. Wortspiele haben etwas sehr deutliches, zuweilen…

In der Praxis frage ich nach dem ‚ich‘. Kann dieses ‚ich‘, das da als denkender Mensch auftaucht, sich zeigt, bestimmt werden? Oder bleibt es eine Unverfügbarkeit? Ich denke, ja: Wir können dieses, unser ‚ich‘ als existent vernehmen, können es vielleicht Bewusstsein, Gewissen oder Identität nennen – doch wir werden es nicht zu fassen bekommen. Es entzieht sich uns -vielleicht auch wir ihm-, unseren Mitteln der Sprache und dabei nicht nur des gesprochenen Wortes. Denn wenn wir dieses ‚ich‘ zu fassen bekämen, könnten wir uns selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen, was, wie ein jeder nachvollziehen kann, nicht möglich ist. Und mit dieser Unverfügbarkeit, Unbestimmbarkeit des ‚ich‘ betreibe ich Philosophische Praxis und nicht Therapie, Seelsorge oder Coaching – diese Formen der Lebensberatung gehen von einem ‚ich‘ aus, das wohl bekannt ist, also in spezifischer Weise bestimmt, was ‚weiße Flecken‘ nicht ausschließt. Sonst könnten sie nicht im vornherein festlegen können, was das Ergebnis der Behandlung aller Voraussicht nach sein wird. Man kann diese Beratungsarten mit dem Schachspiel vergleichen: Der ‚Raum‘ des Agierens ist begrenzt und es wurden Regeln dieses Raumes bestimmt, um durch regelkonforme Schachzüge zum Ziel zu gelangen (Was nicht heißen soll, dass Berater und Klient gegeneinander antreten; es geht um das Paradigma der Zielerreichung im regelstruktierten Raum).

Ich kann nicht vorhersagen, was das Ergebnis des Gespräches sein wird, in diesem Sinne eine Leistung für Sie erbringen. Als Denker kann ich nur das da-sein des ‚ich‘ feststellen, weiß jedoch nicht mehr darüber. Das hat Auswirkungen auf mein Verhalten als Mensch und auf mein Denken und deshalb stelle ich mir gerne existenzielle Fragen, die ich aus der Unverfügbarkeit des ‚ich‘ heraus beantworte. Ja, richtig: Es bleibt ein Versuch, ein Experiment. Und sich auf die Unbeantwortbarkeit einzulassen, genau das ist in meinem Verständnis praktizierte Philosophie – denn es ergeben sich Handlungen daraus. Und Experimente haben, aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, eine äußerst angenehme Eigenschaft: Sie können nicht scheitern im Sinne der Null-Information.

Die Leistung meiner Philosophischen Praxis besteht im Wesentlichen darin, in einem geschützten ‚Raum‘ sich begleitet dem zu öffnen, was uns am meisten Angst macht: Dem Unbestimmbaren. Dem eigenen ICH, dem ‚ich‘, dem Da-sein.

Solitaire &Solidaire

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