Will der Starke geliebt sein, so mag er seine Überlegenheit durch Grazie mildern. Will der Schwache geachtet sein, so mag er seiner Ohnmacht durch Würde aufhelfen.
Schlagwort: Würde
Denkzettel 477
Würde ist unbegründbar; der Wert einer Sache hat Gründe. (Und keine Ursachen.)
Denkzettel 475
Leicht ist man versucht, sich durch einen Wert Würde zu verschaffen. Nach Kant ist es jedoch nun die Würde, die den Menschen vom Tier, das für den Menschen nur Wert hat(te?), unterscheidet. Doch dieses „Würde durch Wert“ ist die faschistoide Masche; und die Idee dafür stammt womöglich aus dem Kapitalismus. … Weiterlesen➜
Denkzettel 458
Wenn die Würde des Menschen als unantastbar gilt, gilt dann nicht auch, dass dessen Seele unverwundbar ist?
Denkzettel 455
„Würde“ als inhaltsleerer Begriff, der die unbedingte Aufforderung artikuliert und zum Begreifen auffordert, sich achtungs- und respektvoll gegenüber dem/der/dem Würdetragende/n zu verhalten? Art. I GG könnte dann so in seiner praktischen, also handlungsorientierten, Form lauten: … Weiterlesen➜
Denkzettel 452
Wenn die Würde (des Menschen) unantastbar ist, ist sie bedingungslos — zu gewähren? Wie zeigt sie sich? Wie fühlt sie sich an? Wie fühlt sie sich für einen 99-jährigen an, wie für eine 0,00099-jährige?
Ist sie zu gewähren, wird also vergeben, oder doch zu achten, kommt einem Lebewesen qua Natur zu wie seine … Weiterlesen➜
Denkzettel 94
| Juristisch (Art. 1 GG BRD) | Moralisch |
|---|---|
| »(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.« | „Die Würde des Menschen ist antastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ |
| Weshalb sollte etwas |
Denkzettel 93
Der Wille zur Macht zeigt sich im Setzen einer Anfangsregel.
(Wie z.B.: »Die Würde des Menschen ist unantastbar.«)
Anfangsregeln sind: Willkürlich. Eine Kür des Willens. Oder dessen Kur.
Denkzettel 82
Dem Gedachten ist es egal, ob es in Lumpen oder feinster Garderobe gekleidet in Erscheinung tritt, also als Gedanke in einfache oder schwierige Worte gefasst wird.
Die Kunst rechten Sprechens ist es wohl, auch in Lumpen vor eine/n König/in treten zu können, also seiner Würde auch dann nicht verlustig … Weiterlesen➜
Denkzettel 16
Etwas ertragen zu können heißt, es aufheben zu können.