
Die Absicht dahinter: Einen Moment für ein Moment erzeugen.
Denkzettel 555
Der Basisplot der komplementären Dualität des autoritären Charakters: Die Dinge geschehen aus Notwendigkeit (Natur‚gesetze‘).
Und wenn keine Notwendigkeit ausfindig gemacht werden kann, die zum eigenen Wollen passt und instrumentalisiert werden kann, wird eine Notwendigkeit … Weiterlesen➜
Denkzettel 554
Das innere Kind ist eine Gestalt, die erst dadurch entsteht, dass wir sie ansprechen. Sie ist eine Projektion aus der Gegenwart in die Vergangenheit.
Vielleicht sollte man gelegentlich mal den/die innere/n Alte/n ansprechen. Eine Gestalt, durch Projektion der Gegenwart in die Zukunft entstehend. … Weiterlesen➜
Denkzettel 553
Die Angst – die eigene oder repräsentiert durch andere – ist die Schöpferin eines Gesichts für eine unscharfe Befürchtung, einer Maske für eine Sorge, Besorgnis oder einer schlichten diffusen Unsicherheit.
Einer Befürchtung fehlt das konkrete Objekt der Furcht. Und das wird dann durch die … Weiterlesen➜
Denkzettel 552
Ein (Das?), Problem ist, dass vielleicht viel zu wenig Leute der Propaganda einer AfD eigenes Erleben entgegensetzen können. Die rechtsextremistischen Strateg_innen wissen das und nutzen es leidlich. Was es bräuchte, ist ein säkularisierter Glaube an Anstand, Respekt und die Einsicht, … Weiterlesen➜
Denkzettel 551
Man erblickt nur, was man schon weiß und versteht.
Johann Wolfgang von Goethe
Ansonsten staunt man, wenn man den Mut dazu findet.
Oder versucht zu fliehen, weil die Furcht einen ergreifen will.
Ehrfurcht ist, wenn man der Furcht die Ehre erweist, da sein zu dürfen.
Erhabenheit stellt sich ein, wenn man sich nicht … Weiterlesen➜
Denkzettel 550
Vertrauen ohne Furcht ist Glaube, kein Mut.
Die Furcht schützt vor einem blinden Vertrauen, das Glauben ist.
Ein solcher Glaube ist die Grundhaltung eines Kindes gegenüber der Welt, weswegen es als „naiv“ beschrieben werden kann.
Doch es ist darauf angewiesen.
Denkzettel 549
Wenn eine Frage gestellt wird, wird davon ausgegangen, dass es mindestens eine Antwort gibt, sonst (er)gibt Fragen ja keinen Sinn.
Doch was, wenn der Ausgangspunkt nur ein Wunsch ist, ein unerfüllbarer dazu? Was wird dann aus den vier Kant’schen Grundfragen?
Genau: Sie sind dann unsinnig. Doch eben nicht … Weiterlesen➜
Denkzettel 548
„Sich erleben“ und „Erleben von Gemeinschaft“ — sich gegenseitig ausschließende Erlebnisse?
Erlebt man sich in einer Gemeinschaft oder doch nur eine situativ konforme Variante von sich? Erlebt man Gemeinschaft mit sich selbst?
Denkzettel 547
Aphorismen: Mit und in Worten gefasste Ästhetozeption vom Erleben mentaler Momente der eigenen Existenz.
Denkzettel 546
Die Identitätsfrage kann als eine soziale aufgefasst werden („In welcher Gruppe bin ich unter meinesgleichen?“) oder als ‚asoziale‘, d. i. individuelle: „Was macht mich einzigartig?“. Ein Personalausweis, z. B., macht das eigentlich Unmögliche möglich: Ein Subjekt kann … Weiterlesen➜