
Die Absicht dahinter: Einen Moment für ein Moment erzeugen.
Denkzettel 575
Je differenzierter (ein) Mensch sein/ihr/sein Dasein vernehmen kann, desto einzigartiger wird sie/er/es sich erleben.
Für Individualist_innen eher ein Gewinn, für Dividualist_innen eher ein Problem.
Denkzettel 574
Philosophieren als Schule, Übung des differenzierenden Sehens, Hörens, Riechens, Schmeckens, Spürens, Empfindens. Eine ewige Übung ohne Abschließbarkeit. Und so nicht auf der Suche nach (der) Wahrheit, dafür (Er-)Finden von Differenzen.
Meint: Unterschiede machen. Ohne dabei Vorzüge … Weiterlesen➜
Denkzettel 573
Wer die Wahrheit erklären können will, hat das Wahr-sein wahrscheinlich nicht verstanden.
Denkzettel 572
(Auch) Den Willen walten lassen, statt (nur) das Wollen tun lassen.
Denkzettel 571
Der Geist ist am vollsten, wenn er leer ist.
Denkzettel 570
„Gut“ sein: Die Mühewaltung der Hingabe ohne Selbstverlust. (Die Arbeit der Selbst[be]gründung?)
Denkzettel 569
Einen Satz wie „Ich kann mich damit nicht identifizieren“ auch im Sinne von „Ich kann mich damit nicht (an)erkennen“ lesen statt nur als „Ich kann mich damit nicht gemein machen“.
Denkzettel 568
Das berühmt (und vielleicht auch manchmal berüchtigte) „innere Kind“ ist ein Konstrukt aus der Gegenwart heraus, kein Repräsentant von etwas Vergangenem. Mithin kann es, wenn die Umstände sich wandeln, sich stets verändern. Wie Kinder halt so sind.
Denkzettel 567
Ich denke, all so bin ich.
(Cogito, omnimodo sum.)
Denkzettel 566
Eine Einstellung ist doch denk- und wohl auch (er)lebbar, nach der Lebensvollzug Transformation ist; immerwährende, nicht abschließbare, so immer unvollkommene Transformation. Bis es, irgendwann, einfach so, vorbei ist.