Denkzettel

Fo­to: Vol­ker Homann

… sind Auf­zeich­nun­gen ge­dank­li­cher Au­gen­bli­cke, Im­pres­sio­nen. In ei­ne kur­ze Sen­tenz wie ein Apho­ris­mus ge­setzt oder al­lein durch ein Bild zum Aus­druck ge­bracht. Es sind kei­ne Leis­tun­gen, al­so nichts aus ir­gend­wel­chen Re­geln Re­sul­tie­ren­des, Ge­schlos­se­nes oder Ge­fol­ger­tes — es sind sich er­ge­ben ha­ben­de ver(w)ortete Gedanken. 

Die Ab­sicht da­hin­ter: Ei­nen Mo­ment für ein Mo­ment erzeugen. 

Denkzettel 320

{Prinze*n, Erb­sen und an­de­re Mißgeschicke}

Es schickt sich wohl nicht, als Empfindsame/r emp­find­lich zu sein. Denn als Feinsinnige/r wer­den die Din­ge ja wohl in­ten­si­ver wahr­ge­nom­men. Da ist ein ge­rüt­telt Maß an Ro­bust­heit durch­aus zu­träg­lich. Im Neh­men wie im Geben.

(Frei­lich wird wohl die ei­ge­ne … Wei­ter­le­sen➜

Denkzettel 319

Pro­ble­me ver­schwin­den um so mehr, je ge­nau­er sie be­schrie­ben wer­den (kön­nen). Sa­gen, was ist, ist al­ler­dings ei­ne ho­he Kunst, die viel Übung er­for­dert und nicht ge­lehrt, in­des ge­übt, wer­den kann. Denn ein Je­des hat sei­ne, ei­gen­ar­ti­ge, Wei­se, die­ses Ist zu um­ge­hen. (Je­des hat sei­ne ein­zig­ar­ti­ge … Wei­ter­le­sen➜

Denkzettel 317

Bei der Ent­blö­ßung mei­ner Exis­tenz möch­te ich nie­man­den bei mir ha­ben. Es ist des Men­schen tiefs­te Intimität.

(Das Ide­al, ei­nen Ster­ben­den beim letz­ten Atem­zug zu er­le­ben und ihm/ihr: bei­zu­ste­hen (wer sagt aus wel­chem Grund, dies sei nötig/moralisch ge­bo­ten?), ist wo­mög­lich nichts als blan­ker Voyeurismus.)

Denkzettel 313

Wir sind ja nun al­le, ein Je­des nach ei­gen­wil­li­ger Fa­çon, nicht nur Weltbürger·innen, wir sind ja ge­nau­so auch Welt­bür­gen (w/d/m).

(»Bürg­schaft bringt Un­heil.« – »Ἐγγύα, πάρα δ᾽ ἄτα.« (Del­phi))

Hier will es mei­nen: Bor­gen bringt Un­heil. Meint: Wer Schul­den macht, ist un­frei. Un­ser Le­bens­stil hat Schul­den … Wei­ter­le­sen➜