Denkzettel

Fo­to: Vol­ker Homann

… sind Auf­zeich­nun­gen ge­dank­li­cher Au­gen­bli­cke, Im­pres­sio­nen. In ei­ne kur­ze Sen­tenz wie ein Apho­ris­mus ge­setzt oder al­lein durch ein Bild zum Aus­druck ge­bracht. Es sind kei­ne Leis­tun­gen, al­so nichts aus ir­gend­wel­chen Re­geln Re­sul­tie­ren­des, Ge­schlos­se­nes oder Ge­fol­ger­tes — es sind sich er­ge­ben ha­ben­de ver(w)ortete Gedanken. 

Die Ab­sicht da­hin­ter: Ei­nen Mo­ment für ein Mo­ment erzeugen. 

Denkzettel 312

Wenn man Witt­gen­stei­nia­ner, Hus­ser­lia­ner, Kan­tia­ner, Hu­meia­ner, Scho­pen­haue­ria­ner, Nitz­scheia­ner, He­ge­lia­ner, Mar­xia­ner, und die auch exis­tie­ren­den ‑is­ten da­zu ein­mal au­ßen vor lässt, al­so all die In­­­die-aner mal zu ei­nem gro­ßen Pow­wow la­den wür­de – auf dem nicht ge­strit­ten wird, … Wei­ter­le­sen➜

Denkzettel 304

Das Ist ei­nes Men­schen hat ei­ne Dau­er, in der sich des­sen Sein voll­zieht — voll­zie­hen kann.

(Mit­hin die­ses Ist ein Wer­den ist? Nein, da­zu bräuch­te es ein be­kann­tes Ziel. Sein ist schlicht: Dau­ern­de Ver­än­de­rung. An­dau­ern­de Ori­en­tie­rung. Ein sta­tisch ver­stan­de­nes Ist ist le­dig­lich ein … Wei­ter­le­sen➜

Denkzettel 303

Das Den­ken in ei­ne for­ma­li­sier­te Ra­tio­na­li­tät zu gie­ßen kann ja wohl nicht die ein­zi­ge Form ra­tio­na­len, was al­so um­gangs­sprach­lich mit „ver­nünf­tig“ co­diert ist, Den­kens sein. Ne­ben sol­chem Rech­nen müss­te es doch noch ei­ne in­for­mel­le, un­for­ma­li­sier­te, wenn man möch­te: ‚wil­de‘, oder … Wei­ter­le­sen➜