Denkzettel 580

Die Welt wird durch un­se­ren Geist be­grenzt. Sie selbst ist wohl gren­zen­los. Wir bau­en rings um uns her­um ei­nen Zaun, mei­nen uns ein­zu­he­gen und schlie­ßen doch nur die rest­li­che Welt aus. Um we­nigs­tens ir­gend­was uns be­greif­bar ma­chen zu kön­nen.

Der Rest: Un­be­kannt. So­wohl der Grö­ße als auch dem In­halt  … Weiterlesen➜

Die Verlegenheit vor dem Positiven

Gute Gefühle können einen in die Falle führen. Dankbarkeit und Demut gelten als Tugenden der Bescheidenheit; doch hinter ihrer alltäglichen Form verbirgt sich eine Struktur, die genauer hinsehen lässt: Sie setzen eine Hierarchie voraus, die sie selbst errichten. Der Essay fragt, welches Grundgefühl beiden zugrunde liegt — und wie man mit der Verlegenheit umgeht, die entsteht, wenn man es ohne Adressaten stehen lässt.

Denkzettel 564

Man kann im­mer nur aus dem Heu­te das Ges­tern, aus dem Jetzt das Vor­hin, er­in­nern.

Ver­gan­gen­heit, Er­in­ne­rung, ist al­so ei­ne (Re-)Konstruktion aus ei­nem ak­tu­el­len Mo­ment her­aus (ei­ne Er-In­ne­rung, könn­te man wort­spie­le­risch sa­gen).
Es gibt so­mit kei­ne Ver­gan­gen­heit oh­ne Ge­gen­wart — das … Weiterlesen➜