
Die Absicht dahinter: Einen Moment für ein Moment erzeugen.
Denkzettel 572
(Auch) Den Willen walten lassen, statt (nur) das Wollen tun lassen.
Denkzettel 571
Der Geist ist am vollsten, wenn er leer ist.
Denkzettel 570
„Gut“ sein: Die Mühewaltung der Hingabe ohne Selbstverlust. (Die Arbeit der Selbst[be]gründung?)
Denkzettel 569
Einen Satz wie „Ich kann mich damit nicht identifizieren“ auch im Sinne von „Ich kann mich damit nicht (an)erkennen“ lesen statt nur als „Ich kann mich damit nicht gemein machen“.
Denkzettel 568
Das berühmt (und vielleicht auch manchmal berüchtigte) „innere Kind“ ist ein Konstrukt aus der Gegenwart heraus, kein Repräsentant von etwas Vergangenem. Mithin kann es, wenn die Umstände sich wandeln, sich stets verändern. Wie Kinder halt so sind.
Denkzettel 567
Ich denke, all so bin ich.
(Cogito, omnimodo sum.)
Denkzettel 566
Eine Einstellung ist doch denk- und wohl auch (er)lebbar, nach der Lebensvollzug Transformation ist; immerwährende, nicht abschließbare, so immer unvollkommene Transformation. Bis es, irgendwann, einfach so, vorbei ist.
Denkzettel 565
Wohl anzudenken wäre, philosophische Texte als Literatur im Genre „Philosophie“ aufzufassen und nicht als Ergebnisse einer Wissenschaft. Denn von welcher Art soll das Wissen sein, das Philosophie (ver)schafft? Zumal im Fach Philosophie wohl immer noch darum gerungen wird, vielleicht … Weiterlesen➜
Denkzettel 564
Man kann immer nur aus dem Heute das Gestern, aus dem Jetzt das Vorhin, erinnern.
Vergangenheit, Erinnerung, ist also eine (Re-)Konstruktion aus einem aktuellen Moment heraus (eine Er-Innerung, könnte man wortspielerisch sagen).
Es gibt somit keine Vergangenheit ohne Gegenwart — das … Weiterlesen➜
Denkzettel 563
Man kann ehrlicherweise eigentlich nur sagen, dass jemand weitsichtig war — nicht jedoch, dass jemand weitsichtig ist.