Denkzettel

Fo­to: ge­mein­frei

… sind Auf­zeich­nun­gen ge­dank­li­cher Au­gen­bli­cke, Im­pres­sio­nen. In ei­ne kur­ze Sen­tenz wie ein Apho­ris­mus ge­setzt oder al­lein durch ein Bild zum Aus­druck ge­bracht. Es sind kei­ne Leis­tun­gen, al­so nichts aus ir­gend­wel­chen Re­geln Re­sul­tie­ren­des, Ge­schlos­se­nes oder Ge­fol­ger­tes — es sind sich er­ge­ben ha­ben­de ver(w)ortete Ge­dan­ken.

Die Ab­sicht da­hin­ter: Ei­nen Mo­ment für ein Mo­ment er­zeu­gen.

Denkzettel 552

Ein (Das?), Pro­blem ist, dass viel­leicht viel zu we­nig Leu­te der Pro­pa­gan­da ei­ner AfD ei­ge­nes Er­le­ben ent­ge­gen­set­zen kön­nen. Die rechts­extre­mis­ti­schen Strateg_innen wis­sen das und nut­zen es leid­lich. Was es bräuch­te, ist ein sä­ku­la­ri­sier­ter Glau­be an An­stand, Re­spekt und die Ein­sicht,  … Weiterlesen➜

Denkzettel 551

Man er­blickt nur, was man schon weiß und ver­steht.

Jo­hann Wolf­gang von Goe­the

An­sons­ten staunt man, wenn man den Mut da­zu fin­det.

Oder ver­sucht zu flie­hen, weil die Furcht ei­nen er­grei­fen will.

Ehr­furcht ist, wenn man der Furcht die Eh­re er­weist, da sein zu dür­fen.

Er­ha­ben­heit stellt sich ein, wenn man sich nicht … Weiterlesen➜

Denkzettel 549

Wenn ei­ne Fra­ge ge­stellt wird, wird da­von aus­ge­gan­gen, dass es min­des­tens ei­ne Ant­wort gibt, sonst (er)gibt Fra­gen ja kei­nen Sinn.

Doch was, wenn der Aus­gangs­punkt nur ein Wunsch ist, ein un­er­füll­ba­rer da­zu? Was wird dann aus den vier Kant’schen Grund­fra­gen?

Ge­nau: Sie sind dann un­sin­nig. Doch eben nicht … Weiterlesen➜

Denkzettel 546

Die Iden­ti­täts­fra­ge kann als ei­ne so­zia­le auf­ge­fasst wer­den („In wel­cher Grup­pe bin ich un­ter mei­nes­glei­chen?“) oder als ‚aso­zia­le‘, d. i. in­di­vi­du­el­le: „Was macht mich ein­zig­ar­tig?“. Ein Per­so­nal­aus­weis, z. B., macht das ei­gent­lich Un­mög­li­che mög­lich: Ein Sub­jekt kann … Weiterlesen➜

Denkzettel 545

Mensch­li­che Or­ga­ni­sa­tio­nen struk­tu­rie­ren sich meist durch die je ei­ge­ne, in­di­vi­du­el­le, Über- oder Un­ter­ord­nung.
So wähnt sich Mensch oft­mals als Na­tur­be­herr­scher oder un­ter­wirft sich ei­ner Na­tur­ge­walt.

Ei­ne nach­hal­ti­ge Kul­tur der Ein­ord­nung ge­lingt dem und den Men­schen im All­ge­mei­nen … Weiterlesen➜

Denkzettel 544

Die Fra­ge ist zu stel­len, ob durch ein Nar­ra­tiv des­sen „wah­rer Kern“ über­haupt erst ent­steht; sich ei­ne Po­ten­tia­li­tät, die in ei­ne Ge­schich­te hin­ein­ge­legt wird, sich durch die Er­zäh­lung ver­wirk­licht — und eben nicht dar­um her­um ei­ne Ge­schich­te, ein Mär­chen, ei­ne No­vel­le, ei­ne Mo­ral, ei­ne … Weiterlesen➜

Denkzettel 543

Die letz­te Auf­klä­rung ver­nunft­e­te den My­thos. Ei­ne zwei­te wird viel­leicht die Hy­bris, ge­bo­ren aus der ers­ten, neh­men.

Doch was wird sie zur Welt brin­gen?

Nunft, f.: Raub. vgl. Nah­me (I)
(Deut­sches Rechts­wör­ter­buch)
 
numft, nunft f.: […]‚Weg­nah­me, Raub; ab­la­tio, as­sump­tio, exu­via‘ ([…] ‚das

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