Denkzettel

Fo­to: Vol­ker Homann

… sind Auf­zeich­nun­gen ge­dank­li­cher Au­gen­bli­cke, Im­pres­sio­nen. In ei­ne kur­ze Sen­tenz wie ein Apho­ris­mus ge­setzt oder al­lein durch ein Bild zum Aus­druck ge­bracht. Es sind kei­ne Leis­tun­gen, al­so nichts aus ir­gend­wel­chen Re­geln Re­sul­tie­ren­des, Ge­schlos­se­nes oder Ge­fol­ger­tes — es sind sich er­ge­ben ha­ben­de ver(w)ortete Gedanken. 

Die Ab­sicht da­hin­ter: Ei­nen Mo­ment für ein Mo­ment erzeugen. 

Denkzettel 340

Am­bi­gui­tät ist ja für Autoritarist*n, und al­le, die es wer­den wol­len, ein durch­aus pro­fi­ta­bler Zu­stand: „Ich schaf­fe Klar­heit!“ ist das Me­ne­te­kel, mit dem die­se ih­re Ein­deu­tig­keit für an­de­re zum Fun­da­ment für de­ren Welt­an­schau­ung ma­chen möch­ten, die­se da­zu zu ver­su­chen suchen.

Denkzettel 333

Der Mensch kann aus „2 × 2 = 4″ kei­ne Hand­lungs­ma­xi­me ge­ne­rie­ren. Er kann die Rech­nung als Me­ta­pher neh­men, als Blau­pau­se — doch ge­han­delt und Hand­lung be­grün­det wird im Reich der fünf Sin­ne. Und mit den Sin­nen lässt sich nicht abs­trakt Rechnen.

Mit ih­nen wird an­schau­lich ge­dacht. Will mei­nen: In ei­ner … Wei­ter­le­sen➜

Denkzettel 332

Die Fra­ge nach der ei­ge­nen Wahr­heit wirft dann schon die Fra­ge auf, ob wir, um so­zi­al sein zu kön­nen, Ur­tei­le fäl­len müs­sen. Ei­ne völ­li­ge Ur­teils­ent­hal­tung führt doch wohl zu ei­nem Sub­jekt, wel­ches sämt­li­cher Re­la­tio­nen ent­ho­ben ist — wie je­ner, der aus der pla­to­ni­schen Höh­le ge­tre­ten ist, … Wei­ter­le­sen➜

Denkzettel 331

Das Wah­re, Gu­te, Schö­ne wie auch das Bö­se und an­de­res mehr exis­tie­ren le­dig­lich als Kon­zep­te in un­se­ren Köp­fen; es sind kei­ne on­to­lo­gi­schen En­ti­tä­ten wie Bäu­me, Stei­ne, Blu­men­kü­bel. Und so gibt es nichts Wah­res, Gu­tes, Schö­nes, Bö­ses etc. Was wir hin­ge­gen em­pi­risch be­ob­ach­ten kön­nen … Wei­ter­le­sen➜