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„Na­tur­recht“ ist ge­nau der sel­be for­mu­la­to­ri­sche Un­fug wie „Na­tur­ge­setz“. Recht und Ge­setz ist Zi­vi­li­sa­ti­on, der Fir­nis (viel­leicht auch: die Fi­nes­se) un­se­rer Kul­tur. Die sich in und aus un­se­rer Na­tur, un­se­rem We­sen, un­se­rer Art und Wei­se, un­se­rem Seh­nen nach Re­gel­mä­ßig­keit, nach: Rhyth­mus, evo­lu­tio­niert hat. Das in dem, was wir mit „Na­tur“ be­zeich­nen und in das wir ge­setzt sind, gründet.

Das auf und aus ei­ner Ur­sa­che ei­ne Wir­kung folgt, die wir re­gel­mä­ßig be­ob­ach­ten kön­nen, ist kein Ge­setz und so­mit lässt sich dar­aus kein Recht ab­lei­ten. Es ist ei­ne Wei­se, wie wir na­tur­ge­ge­ben Welt ver­neh­men, ko­or­di­niert nach Raum und Zeit.

(Denk­zet­tel 152)

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Denkzettel 37

Der Ver­stand ist gar nicht fä­hig das Gan­ze zu er­fas­sen, zu erahnen, …
Es ist ihm nicht zu­gäng­lich, nicht ver­füg­bar, weil das Gan­ze kei­ne Gren­ze ha­ben kann.
Er braucht die End­lich­keit — an­ders als Ver­nunft und Gemüt.
Der Ver­stand ist ein rei­nes Werk­zeug. Nicht mehr. Nicht weniger.

Denkzettel 31

Wir be­fin­den uns je in un­se­rer Le­bens­welt mit der Tri­an­gel Leben-Tod-Sinn.

Und nicht im Ge­richts­saal mit dem Tri­bu­nal Kläger-Beklagter-Richter.

Zu­min­dest soll­ten wir das. Öf­ter. Den­kend statt re­gel­de­vot {vor|ver|be}urteilen.