Gespräche

Die aktuellsten Kommentare 

Gra­fik: Vol­ker Homann

Die Ge­sprä­che sind’s, von de­nen das Den­ken lebt. Als „So­nanz­räu­me“ sei­en Or­te und Sphä­ren be­nannt, an und in de­nen sich auf wel­che Art auch im­mer ge­äu­ßert wird, wo das Den­ken ‚klingt‘ — ob als As‑, Kon‑, Dis- oder Re­so­nanz, manch­mal im­po­sant. Sei’s nun im stil­len Käm­mer­lein mit sich selbst oder mit ei­nem ‚(an)sprechenden‘ Buch, hin­ter dem im­mer auch ein Mensch zu fin­den ist. Oder auch in der Öf­fent­lich­keit, auf dem Markt­platz oder eben im In­ter­net. Stets ist es das An­ge­spro­chen wer­den, wel­ches das Den­ken in Be­we­gung bringt. Die Ver­äu­ße­run­gen von Mei­nun­gen, manch­mal mit dem An­spruch dar­aus Wis­sen wach­sen zu las­sen, manch­mal mit dem An­spruch, die Per­spek­ti­ven zu be­rei­chern, zu er­wei­tern, zu ver­än­dern, manch­mal al­ler­dings auch mit un­lau­te­ren Ab­sich­ten, ge­ben zu denken. 

  • Al­les Sein des Men­schen ist fra­gen­des Han­deln oder ant­wor­ten­des Ver­hal­ten. Selbst wenn Mensch „nichts“ tut, tut er eben doch et­was — eben: nichts. Es gibt mit­hin kei­ne Ta­ten­lo­sig­keit. (Frei­lich nur dann, wenn so ge­nau in­spi­ziert wie spe­ku­liert wird.) Auch Nicht­han­deln ist ei­ne Hand­lung, Nicht­ver­hal­ten ein Ver­hal­ten. Und al­les die­ses Tun, agie­ren­des Han­deln, re­agie­ren­des Ver­hal­ten, geschieht…
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 129« am 21. Sep­tem­ber 2022

  • Han­deln!
    Von JK zu »Denk­zet­tel 129« am 21. Sep­tem­ber 2022

  • Prin­zi­pi­ell, Ar­che­ty­pisch: Ja. Denn das Nicht­wis­sen – um das sei­ni­ge (zu­min­dest der pla­to­ni­sche) So­kra­tes wuss­te – gilt ja wohl für al­le und im­mer. Wer um sein Nicht­wis­sen nicht weiß, ist sich sei­nes Nicht­wis­sens al­so nicht be­wusst — und oft wird dann eben un­ge­prüf­te oder un­prüf­ba­re Mei­nung für Wis­sen ge­hal­ten. Wel­cher Mei­nung nun al­ler­dings der Wissensstatus…
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 195« am 15. Sep­tem­ber 2022

  • Al­le? Immer?!
    Von Jk zu »Denk­zet­tel 195« am 15. Sep­tem­ber 2022

  • Rich­tig. Das ist: wahr.
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 97« am 7. Sep­tem­ber 2022

  • ‚Rich­tig‘ dem­nach auch?
    Von JK zu »Denk­zet­tel 97« am 7. Sep­tem­ber 2022

  • Klu­ge Antwort.
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 209« am 30. Au­gust 2022

  • Raum
    Von JK zu »Denk­zet­tel 209« am 30. Au­gust 2022

  • Ich se­he, Du hast das evo­ka­ti­ve Prin­zip die­ses Denk­zet­tels ver­stan­den. Aus­sa­gen in ei­nem ent­we­der-oder-Ma­nie­ris­mus stel­len sel­ten Wahr­hei­ten dar, weil eben stets bei­des gilt; was da, viel­leicht aus ei­ner mo­no­the­is­ti­schen Schu­lung her­aus, ger­ne als nach Sin­gu­la­ri­tät su­chen­de Schei­dung prak­ti­ziert wird, ist wo­mög­lich der Ver­such, ei­ne Ein­deu­tig­keit zu pro­du­zie­ren. Doch ich zweif­le in­zwi­schen sehr stark dar­an, dass…
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 179« am 28. Ju­li 2022

  • Und wenn Du, wie ich, die Ge­sell­schaft ver­klei­nerst ent­spre­chend der „Ge­nü­gend­heit“ (resp.: DOSIERE!“)?
    Von JK zu »Denk­zet­tel 179« am 27. Ju­ni 2022

  • Lie­ber Vol­ker, pack Nietz­sche im Ver­ein mit die­sen Be­grif­fen ein­fach wie­der weg. Das ist schlech­ter­dings nur noch ek­lig. Das kannst Du Dich be­mü­hen wie Du willst, et­was zu re-de­fi­nie­ren, es wird nicht funk­tio­nie­ren. Die Be­grif­fe sind ver­brannt. Ich könn­te al­ler­dings auch ei­ne Rei­he von Grün­den an­fü­gen, war­um sie das – jen­seits al­ler Ge­schicht­lich­keit, und das…
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 96« am 14. Ju­ni 2022

  • Bo­ah, echt jetzt.… Der pla­to­ni­sche Rea­lis­mus ist aber nun­mehr wirk­lich so was von durch.… und das aus gu­ten Gründen!
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 192« am 14. Ju­ni 2022

  • Wie­so „da­zwi­schen“, wo wä­re denn die­ser Ort? Ist ein zwi­schen Wis­sen­schaft und Tech­nik wirk­lich ein dem Da­zwi­schen zwi­schen Kunst und Re­li­gi­on in ir­gend­ei­ner Wei­se ähn­li­cher Ort? Ich sa­ge mal so: Nicht al­les, was hinkt, ist auch ein Ver­gleich. Hin­ken ist aber ein gu­tes Stich­wort, wenn man die­se ein­ein­halb Zei­len liest. Nicht nur man, die Philosophie…
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 133« am 14. Ju­ni 2022

  • Sehr ’schwef­lig‘, wie Du es mit Witt­gen­stein so ger­ne zu be­nen­nen magst. Mei­ne Oma sag­te gern, wenn’s ko­misch riecht, Du mußt es nicht essen.
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 281« am 14. Ju­ni 2022

  • Ein gran­dio­ser Lehr­spruch in Sa­che Ukrai­ne; für al­le die dort durch rus­si­sches Bom­bar­de­ment ster­ben. Das ist Phi­lo­so­phie in ih­rem El­fen­bein­turm at its best, voll­kom­men, voll­kom­men un­an­ge­foch­ten durch je­de Rea­li­tät. ACHTUNG: SATIRE!!!!
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 278« am 14. Ju­ni 2022

  • Das ist nun doch ei­ne ech­te Bin­sen­weis­heit. Und im üb­ri­gen, kein Lo­gi­ker die­ser Welt hät­te je ei­nen Zwei­fel dar­an ge­las­sen. Nur ist das in ge­wis­ser Wei­se auch der Un­ter­schied zwi­schen Lo­gik und Psy­cho­lo­gie. Wer hat je­mals dar­an gezweifelt?
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 290« am 14. Ju­ni 2022

  • Was das hie­ße ist doch recht klar: Phi­lo­so­phie wird an­ge­wandt. Nicht phi­lo­so­phi­sche Pra­xis, son­dern phi­lo­so­phi­sche Be­ra­tung. Nicht phi­lo­so­phi­sche Le­bens­form, was im­mer das im üb­ri­gen hei­ßen soll­te, son­dern ge­prüf­tes Le­ben und über­prüf­te Pra­xis, und die Phi­lo­so­phie wä­re nur ein Prüf­stein un­ter vie­len an­de­ren. Ein Lob auf die aka­de­mi­sche Be­schei­den­heit der Phi­lo­so­phie in sol­chen Anliegen.
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 161« am 14. Ju­ni 2022

  • Da kann ich im Gro­ßen und Gan­zen schon mit­ge­hen. Doch es soll­te in­zwi­schen hier auf dem Blog auf­ge­fal­len sein, dass ein Un­ter­schied ge­macht wird zwi­schen „den­ken“ und „rech­nen“. Und der Denk­zet­tel be­nutzt hier „den­ken” als „rech­nen“ — wie eben viel­fach das Den­ken ver­stan­den wird. In­so­fern ist die­ser Denk­zet­tel ei­ne klei­ne Pro­vo­ka­ti­on, ich könn­te auch sagen:…
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 46« am 30. Mai 2022

  • Was ge­wän­nen wir, wenn wir mehr schau­ten und we­ni­ger däch­ten? Das Den­ken zu­guns­ten des Schau­ens zu­rück­zu­schrau­ben er­gä­be doch nur dann Sinn, wenn uns das Den­ken et­was ver­bür­ge, das uns das Schau­en oh­ne Den­ken ent­hül­len könn­te. Wür­de es dann nicht rei­chen zu sa­gen: Schaut hin, aber laßt euch die Ge­dan­ken nicht durch – be­kann­te – Gedanken,…
    Von Mar­tin Tell zu »Denk­zet­tel 46« am 30. Mai 2022

  • Nun, da ist dann wohl die Fra­ge zu stel­len, was un­ter „Tu­gend“ ver­stan­den wird. Ein Mes­ser, das scharf sein soll und es auch ist, ist im Sin­ne die­ses Denk­zet­tels „tu­gend­haft“, es „taugt“. Wie z.B. das »Di­gi­ta­le Wör­ter­buch der deut­schen Spra­che« (DWDS) ety­mo­lo­gisch dar­über Aus­kunft gibt, dass „Tu­gend“ die Be­deu­tung von »Tüch­tig­keit, Kraft, Brauch­bar­keit« hat und…
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 170« am 16. Mai 2022

  • Geis­ti­ge Ver­mö­gen =„Tu­gend“? Be­zweif­le ich…
    Von JK zu »Denk­zet­tel 170« am 16. Mai 2022

  • 100 % Zustimmung
    Von Jo­chen Kö­nig zu »Denk­zet­tel 136« am 26. April 2022

  • Das gilt für Dich, lei­der nicht für mich. Ich kann nicht wei­se blei­ben; ich war‘s nie und werd‘s nie.
    Von JK zu »Denk­zet­tel 48« am 10. April 2022

  • Die Fra­ge be­ant­wor­tend: Aus li­te­ra­ri­scher Spie­le­rei — da­von aus­ge­hend und Wi­der­spruch evo­zie­ren wol­lend, dass un­se­re Ge­sell­schafts­dis­kur­se zu­neh­mend durch ‚Die Wis­sen­schaft‘ kon­no­tiert wer­den. Dar­an ist zu­nächst nichts Schlim­mes — doch in mei­ner Wahr­neh­mung zeich­net sich ein „Pri­mat des Wis­sen­schaft­li­chen“ ab. Das hal­te ich, wie jed­we­de po­ten­ti­ell ideo­lo­gi­sche Über­hö­hung, für be­denk­lich. An­sons­ten Dan­ke für die­sen dif­fe­ren­zie­ren­den Kommentar.
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 280« am 6. April 2022

  • Hm, sa­gen wir mal so: Auch Witt­gen­stein hat sich bis­wei­len ge­irrt. Die In­ten­ti­on Dei­nes Denk­zet­tel fin­de ich ab­so­lut lo­bens­wert und wohl­ge­lei­tet, doch das hät­te im ers­ten Satz ge­stan­den – war­um dann der Ver­weis auf Lo­gik, Ma­the­ma­tik, Men­gen­leh­re und Ethik und de­ren ver­meint­li­che „Un­ver­mö­gen“? Zu­mal al­le die­se Fä­cher, wenn man ih­re Leh­ren rich­tig an­wen­de­te, ganz genau…
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 280« am 6. April 2022

  • Nun, die Fra­ge muss wohl zu­nächst sein: Liegt hier über­haupt ein Ar­gu­ment vor? Mit dem Ver­weis auf die Ein­füh­rung zu den Denk­zet­teln sei al­so an­ge­merkt: Es han­delt sich hier nicht um ei­ne Lo­ge­lei, um ir­gend­ei­ne Fol­ge­rung oder ei­nen Schluss nach for­ma­len Re­geln, son­dern es wird mit der Lo­gik ge­spielt. Und ein we­nig das Pri­mat des…
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 280« am 4. April 2022

  • Du weißt aber schon, daß Du die ein oder an­de­re lo­gi­sche und men­gen­theo­re­ti­sche Re­gel bre­chen mußt, um die­ses Ar­gu­ment eta­blie­ren zu kön­nen? Au­ßer­dem stellt sich die Fra­ge, ob es nicht statt Un­ver­mö­gen Un­mög­lich­keit oder Un­brauch­bar­keit hei­ßen müß­te. Lo­gik und Ma­the­ma­tik sind In­stru­men­te der Ar­gu­men­ta­ti­on – ähn­lich wie die Sta­tik für den Ar­chi­tek­ten, oder eben –…
    Von Mar­tin zu »Denk­zet­tel 280« am 4. April 2022

  • Das ist wohl wahr — und von je­nen Schick­sa­len ist hier, im All­ge­mei­nen, nicht die Re­de. Es ist nur von je­nen die Re­de, die sich selbst in ei­ne sol­che Si­tua­ti­on brin­gen und sich da­von Vor­tei­le ver­spre­chen; Macht, gar. Al­so von je­nen, die ei­ne Wahl ha­ben. Ob sie sich die­ser be­wusst sind oder nicht. Je­ne die…
    Von Vol­ker Ho­mann zu »Denk­zet­tel 212« am 29. März 2022

  • Klingt aus­nahms­wei­se zu ver­all­ge­mei­nernd. es gibt wirk­lich un­schul­dig Ab­ge­häng­te, de­ren Ant­wort nicht Res­sen­ti­ment, son­dern Re­si­gna­ti­on ist.
    Von JK zu »Denk­zet­tel 212« am 29. März 2022

  • Le­ben heißt Freuen.
    Von JK zu »Denk­zet­tel 154« am 26. März 2022