(Auch) Den Willen walten lassen, statt (nur) das Wollen tun lassen.
Kategorie: Lebenskunst
Denkzettel 570
„Gut“ sein: Die Mühewaltung der Hingabe ohne Selbstverlust. (Die Arbeit der Selbst[be]gründung?)
Denkzettel 569
Einen Satz wie „Ich kann mich damit nicht identifizieren“ auch im Sinne von „Ich kann mich damit nicht (an)erkennen“ lesen statt nur als „Ich kann mich damit nicht gemein machen“.
Denkzettel 568
Das berühmt (und vielleicht auch manchmal berüchtigte) „innere Kind“ ist ein Konstrukt aus der Gegenwart heraus, kein Repräsentant von etwas Vergangenem. Mithin kann es, wenn die Umstände sich wandeln, sich stets verändern. Wie Kinder halt so sind.
Denkzettel 567
Ich denke, all so bin ich.
(Cogito, omnimodo sum.)
Denkzettel 566
Eine Einstellung ist doch denk- und wohl auch (er)lebbar, nach der Lebensvollzug Transformation ist; immerwährende, nicht abschließbare, so immer unvollkommene Transformation. Bis es, irgendwann, einfach so, vorbei ist.
Denkzettel 557
Egal wie’s läuft, man sollte den eigenen Lebensweg wohl stets als eine eigenständige Variante unter sehr vielen anderen verstehen. Statt ihn, nachdem er verglichen wurde, als „erfolgreich“, „normal“ oder „gescheitert“ oder sonst wie zu klassifizieren.
(Die Variationen sind unvergleichbar, auch wenn sie eine gemeinsame Quelle haben.)
Zitat 140
Philosophie nicht als Instrument zur Erkenntnis unserer selbst, sondern als Mittel zur Änderung unserer selbst begreifen.
Zitat 139
Erwarte nicht, daß andere sich in ebenso hohem Maße für dich interessieren wie du selbst.
Denkzettel 554
Das innere Kind ist eine Gestalt, die erst dadurch entsteht, dass wir sie ansprechen. Sie ist eine Projektion aus der Gegenwart in die Vergangenheit.
Vielleicht sollte man gelegentlich mal den/die innere/n Alte/n ansprechen. Eine Gestalt, durch Projektion der Gegenwart in die Zukunft entstehend.