Das Lob der Theorie; die Tugend der Anschauung.
Kategorie: Lebenskunst
Denkzettel 581
Zweckpessimismus wohl besser als Zwangsoptimismus?
Denkzettel 576
Konzentration: Hingabe ohne Selbstaufgabe.
Flow: Wenig Selbstvergessenheit, viel selbst-Sein: Da sein.
Denkzettel 575
Je differenzierter (ein) Mensch sein/ihr/sein Dasein vernehmen kann, desto einzigartiger wird sie/er/es sich erleben.
Für Individualist_innen eher ein Gewinn, für Dividualist_innen eher ein Problem.
Zitat 143
Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet ist.
Narziss und die andere Selbstliebe
Narziss stirbt am Spiegel. Die andere Selbstliebe hat kein solches Ende. Der Mythos lebt vom Scheitern — und genau darin liegt seine Kraft: Was aus dem Gleichgewicht gerät, bekommt eine Geschichte. Was gelingt, bekommt Begriffe. Diesem Gefälle zwischen Erzählen und Denken geht der Essay nach und fragt, was es bedeutet, dass das Gelingen so still bleibt.
Zitat 142
Der Vergleich ist der Kern allen Unglücks. Er darf nie der Motor sein, etwas zu tun.
Denkzettel 572
(Auch) Den Willen walten lassen, statt (nur) das Wollen tun lassen.
Denkzettel 570
„Gut“ sein: Die Mühewaltung der Hingabe ohne Selbstverlust. (Die Arbeit der Selbst[be]gründung?)
Denkzettel 569
Einen Satz wie „Ich kann mich damit nicht identifizieren“ auch im Sinne von „Ich kann mich damit nicht (an)erkennen“ lesen statt nur als „Ich kann mich damit nicht gemein machen“.
