Die Frage „Was bin ich wert?“ mal als Ausdruck manifester nietzscheanischer Sklavenmoral verstanden: Wer auf der dazu anderen Seite der Herrenmoral steht, hat(te) das Glück, dass ihn/sie diese Frage nie in den Sinn kam, mehr noch: gar nicht in den Sinn kommen konnte. Deshalb wird diese Frage von einigen wenigen nicht verstanden, doch muss leider von zu vielen gestellt werden.
Schlagwort: Wert
Denkzettel 478
Unempfindlichkeit ist eine Form der Dummheit, eine Taubheit des Gemüts; nichts, was irgendeinen Wert an sich hätte.
Außer dem der Bequemlichkeit; Vielleicht.
(Mithin eine Gestalt der Armut.)
Denkzettel 477
Würde ist unbegründbar; der Wert einer Sache hat Gründe. (Und keine Ursachen.)
Denkzettel 475
Leicht ist man versucht, sich durch einen Wert Würde zu verschaffen. Nach Kant ist es jedoch nun die Würde, die den Menschen vom Tier, das für den Menschen nur Wert hat(te?), unterscheidet. Doch dieses „Würde durch Wert“ ist die faschistoide Masche; und die Idee dafür stammt womöglich aus dem Kapitalismus. Oder doch dem Sozialismus? Oder genau andersherum, das Faschistoide eine üble Ausgeburt des Kapitalismus und Sozialismus, Kommunismus? Oder überhaupt einer ungebremsten Ismusiererei?
Zitat 107
Deinen Wert kannst du daran messen, wie sehr du deinen Weg verpflichtet bleibst, nicht ob du darauf Erfolg hast.
Denkzettel 238
Wenn wir sagen: „Es hat keinen Wert.“ meinen wir womöglich: „Es kann kein Gewinn erwartet werden.“
(So hat Freundschaft einen Wert. Der Mensch indes nicht. Und das will recht vernommen sein!)
Zitat 19
Wer sich seines ewigen Werts bewußt geworden ist, sich also im Sinne der Ewigkeit besitzt, der kommt weder zu früh, noch zu spät zur Welt, der hat auch nicht über ein unbedeutendes Leben zu klagen.
Denkzettel 129
Lebensart und Denkweise, das sollten die Maßstäbe einer Beurteilung sein.
(Wenn man denn einem Menschen schon einen Wert durch Urteil beimessen muss.)