Denkzettel 527

Die Fra­ge „Was bin ich wert?“ mal als Aus­druck ma­ni­fes­ter nietz­schea­ni­scher Skla­ven­mo­ral ver­stan­den: Wer auf der da­zu an­de­ren Sei­te der Her­ren­mo­ral steht, hat(te) das Glück, dass ihn/sie die­se Fra­ge nie in den Sinn kam, mehr noch: gar nicht in den Sinn kom­men konn­te. Des­halb wird die­se Fra­ge von ei­ni­gen we­ni­gen nicht ver­stan­den, doch muss lei­der von zu vie­len ge­stellt wer­den.

Denkzettel 475

Leicht ist man ver­sucht, sich durch ei­nen Wert Wür­de zu ver­schaf­fen. Nach Kant ist es je­doch nun die Wür­de, die den Men­schen vom Tier, das für den Men­schen nur Wert hat(te?), un­ter­schei­det. Doch die­ses „Wür­de durch Wert“ ist die fa­schis­to­ide Ma­sche; und die Idee da­für stammt wo­mög­lich aus dem Ka­pi­ta­lis­mus. Oder doch dem So­zia­lis­mus? Oder ge­nau an­ders­her­um, das Fa­schis­to­ide ei­ne üb­le Aus­ge­burt des Ka­pi­ta­lis­mus und So­zia­lis­mus, Kom­mu­nis­mus? Oder über­haupt ei­ner un­ge­brems­ten Is­mu­sie­re­rei?