Denkzettel 522

Folgt man der The­se, der Sprach­ur­sprung sei in der Ges­tik zu fin­den, fällt ei­ne Spe­ku­la­ti­on dar­über, wes­halb es „Er­kennt­nis“ heißt, sehr leicht: wir „se­hen“, was der an­de­re meint, wir „se­hen“ die Na­tur mit un­se­rer Spra­che.

(Und wie Lud­wig Witt­gen­stein be­merk­te: »Die Gren­zen mei­ner Spra­che be­deu­ten … Weiterlesen➜

Denkzettel 167

Den Er­kennt­nis­grund er­schlie­ßen, das Ter­rain er­hel­len; se­hen, nicht schau­en, was zur Er­kennt­nis führt/geführt hat. Das könn­te als „rech­nen“ ver­stan­den wer­den, ei­ne Tä­tig­keit des Ver­stan­des.
(Das Den­ken, Tä­tig­keit der Ver­nunft, schaut, wie es zur Ein­sicht kommt?)
(So könn­ten πρᾶξις (prãxis)  … Weiterlesen➜

Denkzettel 157

Was pas­siert, ei­gent­lich, wenn wir die Bedingung(en) der Mög­lich­keit von Er­kennt­nis er­kannt ha­ben? Oder, viel­leicht ha­be ich ja da et­was nicht mit­be­kom­men, be­fin­de mich al­so da­hin­ge­hend im Mo­dus der Un­wis­sen­heit: Was pas­sier­te, ei­gent­lich, als die Bedingung(en) der Mög­lich­keit von Er­kennt­nis … Weiterlesen➜

Ein Blick nur

Eine Tatsache ist keine Sache — sie wird erst durch ein Wesen zur Wirklichkeit. Wer das grüne Gras ohne Licht beweisen soll, stößt an eine Grenze: Wissenschaftliche Erkenntnis beruht letztlich auf einem Willensakt des Fürwahrhaltens. Und vor jedem Urteil ist die Welt für uns leer — nicht als Nichts, sondern als unmittelbare Einsicht der Vernunft.