Denken ist Dasein.
Rechnen ist Dortsein.
(Heidegger reloaded.)
Denken ist Dasein.
Rechnen ist Dortsein.
(Heidegger reloaded.)
Wer redet, rechnet. Wer schweigt, denkt noch nicht.
Die Wirklichkeit geht dem Denken voraus wie die Wahrheit dem Rechnen.
Vielleicht sollte nicht philosophiert („gedacht“) werden, um ein Problem zu lösen (da ist „Rechnen“ wohl weitaus besser geeignet), sondern um zu schauen, was ist. Ob es überhaupt ein Problem gibt.
(Anzudenken wäre, ob solche Form schauenden, reflektierenden Denkens mit dem Verb „sinnieren“ nicht adäquater repräsentiert ist. Und, beiläufig, ob, wer dies mit einer gewissen Leidenschaft und dazu ernsthaft betreibt, das Verb zur Welt bringt, sozusagen, durchaus als „Sinneast“ bezeichnet werden könnte.)
Eigentlich braucht es mindestens zwei Worte, um von einer Sache reden zu können. Wenn z. B. vom Denken geredet werden will, ist gut daran getan, auch vom Rechnen zu reden. Mit Hilfe der Differenz kann sich zeigen, was mit Denken gemeint sein will — und was zum Ausdruck gebracht werden möchte, wird das Verb „rechnen“ benutzt. Will meinen: Es bedarf mindestens zweier Perspektiven, um einen Begriff bilden zu können.
(Das Wörtchen „nicht“ fungiert da durchaus als Heinzelmännchen. Und Jaspers sagt ja auch, wohl Nietzsche folgend: Die Wahrheit beginnt zu zweien.)
Dieses „nicht“ ist eine Funktion des kalkulatorischen Geistes, des Rechnens, und nicht des Denkens, des sensorischen Geistes: wir können nicht nichts empfinden, wir können nicht nichts denken — doch wir können nicht berechnen, was wir unter diesen oder jenen Umständen empfinden oder denken. (Zumindest ist das eine Zuversicht.)
(Der Mensch hat keinen Sinn für nicht-Seiendes. Er kann nur damit rechnen und es: nicht denken, nicht empfinden.)
Denken reflektiert, Rechnen definiert. Empfinden celebriert.
(„celebriert“ wegen Cerebrum… knapp vorbei ist auch daneben!)
Wer erzählt, zählt auch. Rechnet jedoch nicht damit.
Wir denken nur, weil wir nicht wissen.
Wolfram Hogrebe zitiert Ezra Pound
Denken ist: nicht wissen können.
Rechnen ist: wissen können wollen.
Denken: Sinn für’s Wesen(tliche).
Rechnen: Unsinnliches, manchmal auch unsinniges, wesen.
(„Wesen“ ist ein Verb; und Rechner sind keine Wesen.)