Denkzettel 578

„Li­be­ral“ nicht als „frei vom Staat“ (die neo­li­be­ra­le Po­si­ti­on), son­dern als „frei im Staat“ ver­ste­hen. Al­te Me­lod­e­ien von rech­ten und lin­ken Li­be­ra­len zum The­ma „Frei­heit“. Die Mit­te? Hört (nur?) zu.
Al­ler­dings pro­pa­gie­ren z. B. kon­ser­va­ti­ve Par­tei­en wie ei­ne CDU/CSU kein „frei vom Staat“. … Weiterlesen➜

Denkzettel 558

„Frei­heit“ kann of­fen­bar un­ter­schied­lich be­grif­fen wer­den: Für ei­ni­ge ist es die Über­tra­gung von Ver­ant­wor­tung auf an­de­re (sie möch­ten in ei­nem au­to­ri­tä­ren Staat le­ben, wo­mög­lich), für ei­ni­ge ist es das Wahr­neh­men von Ver­ant­wor­tung für sich selbst, nicht für an­de­re (sie möch­ten in ei­nem … Weiterlesen➜

Denkzettel 521

Wenn man weiß, wer man ist, kann ei­nem das wie Schmutz auf der See­le las­ten. Wo­mög­lich fühlt man sich wie im Ge­fäng­nis, in das man ge­kom­men ist, weil man nicht exis­tier­te, son­dern sich exis­tie­ren ließ.

Nicht zu wis­sen, wer man ist, hat et­was Leich­tes, Un­be­schwer­tes — et­was Frei­es. Et­was Of­fe­nes. Et­was  … Weiterlesen➜

Denkzettel 490

Der po­li­ti­sche Witz ei­nes Füh­rer­kul­tes (d. i. Fa­schis­mus) könn­te wo­mög­lich so aus­se­hen: „Die Füh­rung muss frei sein zu, da­mit die ihr Fol­gen­den frei sein kön­nen von.“ Zu was frei sein zu und von was frei sein bleibt un­spe­zi­fisch und sind letzt­lich Va­ria­blen. Es reicht völ­lig, dass das Prin­zip an­er­kannt … Weiterlesen➜

Denkzettel 397

Bei den Wor­ten „be­dingt“ und „un­be­dingt“ kann man schon auf den Ge­dan­ken kom­men, ers­te­res brin­ge Not­wen­dig­keit zum Aus­druck, letz­te­res Frei­heit. Wit­zi­ger­wei­se set­zen wir mit For­mu­lie­run­gen wie z.B. „Das muss jetzt un­be­dingt ge­sche­hen.“ und „Da stim­me ich be­dingt zu.“ et­was Ge­gen­tei­li­ges … Weiterlesen➜

Die Moral der Ethik

Wer Verantwortung an einen Rat delegiert, hat sie nicht übernommen. Der Deutsche Ethikrat, so die These, läuft Gefahr, zum Instrument der Verantwortungsverwässerung zu werden — dann nämlich, wenn Politiker seine Empfehlungen als vorauseilende Entschuldigung nutzen statt als Orientierung. Ein ethischer Rat dagegen gibt keine Ratschläge, sondern schafft Raum, zur eigenen Entscheidung zu kommen. Der Unterschied zwischen beiden steckt bereits im Namen.