Denkbilder

Eine Galerie

Hier sind al­le Bei­trä­ge zu fin­den. Al­les, was die­ses Selbst­zwe­ck­ate­lier an Ar­te­fak­ten her­vor­ge­bracht oder an­der­or­ten ent­deckt hat. Die­se Text­stü­cke, sich li­te­ra­risch üben­de Mi­nia­tu­ren, wol­len als Bil­der an­ge­se­hen wer­den, bes­ser noch: an­ge­schaut wer­den. Sie er­he­ben kei­nen Wis­sens­an­spruch, es sind in Text ge­setz­te Si­mu­la­cra von Wirk­lich­kei­ten, mit­hin: Mit Wor­ten ge­fass­te Auf­zeich­nun­gen. Eben: Denk­bil­der, die sich als Ge­dan­ken­no­ta­te vermitteln. 

Denkhäppchen für den Tag

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Ach­te auf Dei­ne Ge­füh­le, denn sie wer­den zu Gedanken.
Ach­te auf Dei­ne Ge­dan­ken, denn sie wer­den zu Worten.
Ach­te auf Dei­ne Wor­te, denn sie wer­den zu Handlungen.
Ach­te auf Dei­ne Hand­lun­gen, denn sie wer­den zu Gewohnheiten.
Ach­te auf Dei­ne Ge­wohn­hei­ten, denn sie wer­den Dein Charakter.
Ach­te auf Dei­nen Cha­rak­ter, denn er wird Dein Schicksal.

Chi­ne­si­sches Sprichwort

Dies sei er­gänzt mit:

Ach­te auf Dein Schick­sal, in­dem Du jetzt auf Dei­ne Ge­dan­ken achtest.

(Ge­füh­le hat man, Ge­dan­ken macht man sich. An ers­te­rem kann al­so schlecht et­was ge­än­dert wer­den. An dem, was über Ge­füh­le ge­dacht wird, schon; und das Schick­sal (oder, stim­mi­ger: Ge­schick) be­stimmt, was und wie ge­fühlt (oder, stim­mi­ger: emp­fun­den) wird.)

(Denk­zet­tel 326)

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Denkzettel 361

Ein Mensch soll­te von kei­ner sei­ner Iden­ti­tä­ten noch nicht-Iden­­ti­­tä­­ten be­stimmt werden.
Und auch nicht von sei­ner Wahlfreiheit.

(Be­dingt zu sein heißt noch nicht, be­stimmt zu sein. Sub­jek­te ha­ben stets die Wahl — aus dem, was sie nicht be­dingt, kön­nen sie in­des nicht wählen.)

Denkzettel 358

Ein, wenn nicht: das, Prin­zip die­ses un­se­res Kos­mos scheint wohl die Prä­fe­renz der Di­ver­si­tät vor der Uni­ver­si­tät zu sein.
(Die Be­vor­zu­gung der Un­ter­schied­lich­keit vor der Ein­heit­lich­keit — oder, pro­vo­kant: der Viel­falt vor der Ein­falt. So prak­tisch je Letz­te­res – für uns Men­schen mit … Wei­ter­le­sen➜