Denkbilder

Eine Galerie

Hier sind al­le Bei­trä­ge zu fin­den. Al­les, was die­ses Selbst­zwe­ck­ate­lier an Ar­te­fak­ten her­vor­ge­bracht oder an­der­or­ten ent­deckt hat. Die­se Text­stü­cke, sich li­te­ra­risch üben­de Mi­nia­tu­ren, wol­len als Bil­der an­ge­se­hen wer­den, bes­ser noch: an­ge­schaut wer­den. Sie er­he­ben kei­nen Wis­sens­an­spruch, es sind in Text ge­setz­te Si­mu­la­cra von Wirk­lich­kei­ten, mit­hin: Mit Wor­ten ge­fass­te Auf­zeich­nun­gen. Eben: Denk­bil­der, die sich als Ge­dan­ken­no­ta­te vermitteln. 

Denkhäppchen für den Tag

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Das Ver­hält­nis zwei­er Men­schen er­zeugt Span­nung, die Be­zie­hung sorgt für den Strom.

(Gibt es be­zie­hungs­lo­se Ver­hält­nis­se? Das wä­re wie ei­ne Bat­te­rie oh­ne Verbraucher.)

(Denk­zet­tel 240)

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Denkzettel 334

Das macht ein Ob­jekt aus: es hat kei­ne Eigenmächtigkeit.

(Wes­halb Autoritarist*n da­nach stre­ben, „Sub­jek­te“ zu ver­nich­ten: Zu Ob­jek­ten zu ma­chen. Mit dem – wohl uto­pi­schen – Ziel, als ein­zi­ges Sub­jekt üb­rig zu blei­ben. Das kommt dann ei­nem mo­no­the­is­ti­schen Gott ziem­lich nahe.)

Denkzettel 333

Der Mensch kann aus „2 × 2 = 4″ kei­ne Hand­lungs­ma­xi­me ge­ne­rie­ren. Er kann die Rech­nung als Me­ta­pher neh­men, als Blau­pau­se — doch ge­han­delt und Hand­lung be­grün­det wird im Reich der fünf Sin­ne. Und mit den Sin­nen lässt sich nicht abs­trakt Rechnen.

Mit ih­nen wird an­schau­lich ge­dacht. Will mei­nen: In ei­ner … Wei­ter­le­sen➜

Denkzettel 332

Die Fra­ge nach der ei­ge­nen Wahr­heit wirft dann schon die Fra­ge auf, ob wir, um so­zi­al sein zu kön­nen, Ur­tei­le fäl­len müs­sen. Ei­ne völ­li­ge Ur­teils­ent­hal­tung führt doch wohl zu ei­nem Sub­jekt, wel­ches sämt­li­cher Re­la­tio­nen ent­ho­ben ist — wie je­ner, der aus der pla­to­ni­schen Höh­le ge­tre­ten ist, … Wei­ter­le­sen➜

Denkzettel 331

Das Wah­re, Gu­te, Schö­ne wie auch das Bö­se und an­de­res mehr exis­tie­ren le­dig­lich als Kon­zep­te in un­se­ren Köp­fen; es sind kei­ne on­to­lo­gi­schen En­ti­tä­ten wie Bäu­me, Stei­ne, Blu­men­kü­bel. Und so gibt es nichts Wah­res, Gu­tes, Schö­nes, Bö­ses etc. Was wir hin­ge­gen em­pi­risch be­ob­ach­ten kön­nen … Wei­ter­le­sen➜