Denkbilder

Eine Galerie

Hier sind al­le Bei­trä­ge zu fin­den. Al­les, was selbst an Ar­te­fak­ten her­vor­ge­bracht oder an­der­or­ten ent­deckt wor­den ist. Die­se Text­stü­cke, sich li­te­ra­risch üben­de Mi­nia­tu­ren, wol­len als Bil­der an­ge­se­hen wer­den, bes­ser noch: an­ge­schaut wer­den. Sie er­he­ben kei­nen Wis­sens­an­spruch, es sind in Text ge­setz­te Si­mu­la­cra von Wirk­lich­kei­ten, mit­hin: Mit Wor­ten ge­fass­te Auf­zeich­nun­gen. Eben: Denk­bil­der, Re­fle­xio­nen, die sich als Ge­dan­ken­no­ta­te ver­mit­teln.

Denkhäppchen für den Tag

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Mit dem Tod zeigt sich ei­ne Wirk­lich­keit der End­lich­keit, die we­der wahr noch falsch sein kann.

(Denk­zet­tel 472)

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Denkzettel 574

Phi­lo­so­phie­ren als Schu­le, Übung des dif­fe­ren­zie­ren­den Se­hens, Hö­rens, Rie­chens, Schme­ckens, Spü­rens, Emp­fin­dens. Ei­ne ewi­ge Übung oh­ne Ab­schließ­bar­keit. Und so nicht auf der Su­che nach (der) Wahr­heit, da­für (Er-)Finden von Dif­fe­ren­zen.
Meint: Un­ter­schie­de ma­chen. Oh­ne da­bei Vor­zü­ge … Weiterlesen➜

Narziss und die andere Selbstliebe

Warum die Antike das Gelingen nicht erzählt, sondern gedacht hat.

Nar­ziss stirbt am Spie­gel. Die an­de­re Selbst­lie­be hat kein sol­ches En­de. Der My­thos lebt vom Schei­tern — und ge­nau dar­in liegt sei­ne Kraft: Was aus dem Gleich­ge­wicht ge­rät, be­kommt ei­ne Ge­schich­te. Was ge­lingt, be­kommt Be­grif­fe. Die­sem Ge­fäl­le zwi­schen Er­zäh­len und Den­ken geht der Es­say nach und fragt, was es be­deu­tet, dass das Ge­lin­gen so still bleibt.