Feuilleton

Indigenialität

Ein paar Gedanken zu etwas zutiefst Menschlichem Weber, Andreas: IndigenialitätNicolai, Berlin 2018. 120 S., 20,00€(auch als e-Book erhältlich) Als Rezension zu diesem Buch des Dr. phil. und als Schriftsteller und Journalist sowie als Hochschuldozent tätigen Autors Andreas Weber kann dieser Beitrag wohl nicht angesehen werden. Vielmehr ist er ein Protokoll eines Gedankenganges, zu dem die Lektüre des Textes angeregt hat. Den Inhalt des Buches möchte ich gerne mit „Was Sie schon immer über Weisheit wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.“ illustrierend zusammenfassen. Das Buch kam mir manchmal etwas arg panpsychistisch, irgendwie weltfremd, irgendwie esoterisch, vielleicht für manche auch schlichtweg … Indigenialität weiterlesen

Zwei Jäger treffen sich im Wald.

Anmerkungen zu Zorn, Daniel-Pascal: „Shooting Stars“. Philosophie zwischen Pop und Akademie. Um es vorweg zu nehmen: Der Verfasser dieser Zeilen hier über oder zu o.g. Titel, im folgenden schlicht „ich“, ist auf’s Angenehmste überrascht: Zwei Stunden erhellende Lektüre ohne akademisch-elaboriertes Gerede, sondern luzid und konzis vorgetragene Perspektiven auf das, was als „Populärphilosophie“ und das, was als „akademische Philosophie“ bezeichnet wird. Ein angenehmer Text, der sich vor allen Dingen darin übt, das im Text Geforderte selbst zu erfüllen: Voraussetzungen zu klären. Und das weder in simplifizierender populistischer Manier noch in verkomplizierender Elitär-Attitüde. Sondern in der Anstrengung, leicht und dennoch präzise darzulegen, … Zwei Jäger treffen sich im Wald. weiterlesen

Was ist Therapie, eigentlich?

Ein Versuch, ein mögliches Missverständnis aufzuklären Der diesem Beitrag zugrundeliegende Text beschreibt einige Formen der Philosophischen Praxis und stellt sie in Bezug zur klinischen Praxis. Zunächst soll dieser zusammenfassend dargestellt werden, um danach einen kleinen Einblick in das Fundament der Arbeit in meiner Philosophischen Praxis darzulegen. Der Artikel nennt drei Formen des Einsatzes der Philosophie im therapeutischen Umfeld. Zunächst wird Wilhelm Schmid angeführt und seinem Konzept einer philosophischen Seelsorge, in der eine Hermeneutik der Existenz eine zentrale Rolle spielt. Das zweite vorgestellte Konzept ist das einer Klinischen Philosophie, wie es von Martin Poltrum entwickelt wurde. »Das metaphysische Bedürfnis des Menschen« … Was ist Therapie, eigentlich? weiterlesen

Vom Wesen {p|P}hilosophischer Praxis

Aus gegebenen Anlass: Eine Einlassung. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den unten verlinkten Artikel »Therapie durch Philosophie« in DIE ZEIT №24 vom 6. Juni 2019. Als einer derjenigen, die seit geraumer Zeit eine Philosophische Praxis (PP) führen, kann ich den Artikel nicht unkommentiert lassen. Zu undefiniert ist das Berufsfeld, als dass eine einzelne Sicht das Feld dominieren könnte und somit die Deutungshoheit über einen im Grunde nicht klärbaren Begriff Philosophischer Praxis allein einigen wenigen überlassen wird. Der Text erscheint mir tendenziös, zu einer „Business-PP“ hin. Dieses Feld wird allerdings bereits durch die Personal- & Organisations­ent­wick­lung (PE/OE) bespielt, wozu es … Vom Wesen {p|P}hilosophischer Praxis weiterlesen

Es lebe die Dilettantie! (6)

Damit sind die grundsätzlichen Grundsätze genannt und die dilettantischen Probleme im Wesentlichen endgültig gelöst. Und freilich zeigt sich damit, wie wenig damit getan ist.

Es lebe die Dilettantie! (5)

Fünfter und letzter Grundsatz: In der #Dilettantie ist jeder Grundsätzlichkeit grundsätzlich mit Skepsis zu begegnen. Das Leben als #Dilettant/in soll frei und unabhängig sein. Offenheit ist das pri­m­or­di­ale Prinzip.

Es lebe die Dilettantie! (2)

Erster Grundsatz: #Dilettantie ist kein Dilettantismus. Dilettantisten suchen die Welt durch Simplifizierung zu vereinfachen, wahre #Dilettanten durch die Mühen der Präzisierung zu klären. Zweiter Grundsatz: #Dilettantie besteht eigenständig neben der Akademie.

Es lebe die Dilettantie!

Ab heute arbeite für die und an der (Re-)Emanzipation der #Dilettantie. Ähnlich jener, die einst Adligen vorbehalten war, bevor sie Schiller und Goethe in Grund und Boden schrieben. Es ist Zeit für eine Renaissance mit dem Novum einer allgemeinen Kultur.